Wo Verse und Tore fallen

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15. Mai 2010

Hilferuf

Hilferuf

Das Herz gebrochen, sie kann nur noch weinen.
Ihr Kind will leben, doch er hat sie verlassen.

Warum muß das Schicksal es schlecht mit ihr meinen?
Den Vater des Kindes kann sie nur hassen.

Furchtbare Gedanken kommen ihr in den Sinn,
sie glaubt selbst nicht, was sie grad träumt,

„Â…ich lege mein Kind vor ein Waisenhaus hin,
vielleicht ist dort ein Mensch, der es gut mit ihm meintÂ…“

Sie liebt ihr Kind, will ihm das Leben schenken,
doch Verzweiflung, Wut und Angst quälen ihr Herz.

Noch fehlt ihr die Kraft, an die Zukunft zu denken,
hilfesuchend richtet sie den Blick himmelwärts.

Eine Stimme in ihr sagt, du wirst alles schaffen,
geh deinen Weg mit viel Gottvertraun.

Es entschädigt für alles ein Kinderlachen,
getrocknete Tränen lassen dich die Zukunft schaunÂ…

©Maria Kindermann

(c) Maria Kindermann

© Gast

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