Wo Verse und Tore fallen

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6. Juli 2026

DIE NEUEN DICHTER

DIE NEUEN DICHTER
@pixabay

*Die neuen Dichter*

 

Es pfeift so mancher Dichter-Flegel

grundsätzlich auf die Dichter-Regel.

 

Ganz ungeniert wird oft gedichtet,

man seine Worte niemals richtet.

 

Weil regellos ist cool und in,

nach Anarchie steht heut der Sinn.

 

Denn Regeln sind konservativ,

der Norm entsprechend gilt als Mief.

 

Wenn’s Versmaß stimmt, die Silben flüssig,

wird man derselben überdrüssig.

 

Was sich gar reimt, ist brav und bieder,

nicht zeitgemäß heißts immer wieder.

 

Des Künstlers Freiheit steht am Spiel,

auf Ordnung gibt man nicht mehr viel.


Man nennt es trotzdem stolz „Gedicht“,

ob‘s gut klingt, ist die eigene Sicht.

 

            DerPoet  (03/21)



Bild: pixabay

© Chris Peter

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Chris Peter Erinnerungen & Nostalgie 9 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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Chris Peter

Graz, Österreich

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Chris Peter (aka *DerPoet*)

geb. 1965 im steirischen Feldbach, lebt in der Nähe von Graz (Österreich…

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9 Kommentare

Uschi R.
Uschi R. Barde
09.07.2026
Dem Wort an sich sind wir verpflichtet,
denn dies der Sinn wenn jemand dichtet.

Es klänge wirklich schauderbar,
wenn ungereimt, das ist ja klar.

Gar viel könnt' man darob noch schreiben,
wo sollten all die Worte bleiben

wenn nicht dazu, um zu verdichten
und Wort um Wort zu Reimen schlichten.

Wo dann auf Herz gefolgt der Schmerz,
sowie auf Dur vielleicht die Terz.

Gerne hineingespürt mit breitem Grinsen ;-))
LG Uschi
1
Ingrid Bezold
Ingrid Bezold Poet Laureat
07.07.2026
Hallo Chris,
die Zeiten ändern sich. Poetry Slam ist momentan angesagt. Es gibt ja viele Gedichtformen. Haiku, Tanka- die japanische Dichtkunst ist schwer, weil man mit wenigen Silben Geschichten erzählen muss.
Mir gefällt alles, was Sinn macht, obwohl ich das Reimen bevorzuge.
Du beherrschst die Metrik gut und das muss mal gelobt werden!
Liebe Grüße Ingrid
1
Chris Peter
Antwort an Ingrid Bezold
Chris Peter Autor
09.07.2026
Danke. Ja, wie hier schon bemerkt wurde: Jedem das Seine. Und natürlich hat daher alles seine Berechtigung. Was mir nicht gefällt, ist die grundsätzliche Ablehnung Vieler dem klassischen Reim gegenüber. Dass man es als altmodisch und spießig empfindet, wenn es sich tatsächlich reimt.
Und klassische Gedichte oft als "reim dich oder friss mich" kritisiert wird. Wird auf meiner Seite lei der öfter geschrieben. Dagegen (ver)wehre ich mich. Für mich sind "unreine Reime" der langsame Untergang der alten Schreibkultur. Und es ärgert mich, wenn dann z.B. in Songs auch noch behauptet wird, es würde sich ja reimen, nur weil es ähnlich klingt. ;-)
Rap Opa Christian
07.07.2026
Sag ich doch.
Der Österreicher hat mit seinen Regeln angefangen
Rap Opa Christian
07.07.2026
Jeder soll dichten,,wie er/ sie/ es mag.
Regeln verrichten,schon auf der Arbeit den Tag.
Für alte Leute,scheinen sie wichtig,
doch beim rappen,null und nichtig.
Ich will anders dichten,als wie vor 100 Jahren.
Auf Regeln lässt der Wind einen fahren.
Bläst einfach auf das gekämmte Haar
oder die Glatze.Bis nächstes ma'.
Chris Peter
Antwort an Rap Opa Christian
Chris Peter Autor
09.07.2026
Ja, jeder, wie er mag. Aber klassische Reime als nur "etwas für alte Leute" zu bezeichnen, ist etwas, dass ich so nicht akzeptieren möchte. Eben so wenig, wie ich glaube, dass man beim Dichten auf Regeln pfeifen sollte, sorry. Da bin ich lieber retro als hip. ;-)
Gudrun Nagel-Wiemer
Antwort an Rap Opa Christian
07.07.2026
Christian, jeder wie er kann und mag. Dem einen gefällt es, dem anderen nicht!
Gudrun Nagel-Wiemer
Gudrun Nagel-Wiemer Dichterlegende
07.07.2026
Chris, darauf würde ich dir am liebsten zwei Herzchen geben. Es ist nicht immer einfach die richtigen Worte zu finden, damit das Versmaß stimmt. Ein Wort zuviel und oder zu wenig, stört schon die Harmonie. Als Hobby-Dichterin versuche ich mein Bestes zu geben. Manch einem gefällt es, dem anderen ist es zu schlicht. Nicht jedes Gedicht gelingt, oder findet Beachtung. Dieses ist dir gut gelungen und spricht mir aus der Seele. LG Gudrun
1
G .  .  .  .
G . . . . Poet Laureat
07.07.2026
... gefällt mir sehr gut.
G.
1

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