*Spielerei*
(Handymanie I)
Ein jeder hat eins, selbst die Kinder
und Oma, Opa auch nicht minder,
die Mutti eins, die Kids im Rudel;
am besten auch eins für den Pudel.
Für manche ist der Klingelton
das Wichtigste am Telefon.
Hauptsach’ es bimmelt, klingelt, dröhnt,
auch wenn der Nachbar noch so stöhnt.
Der Akku hält ne Woche fast
und weils in jede Tasche passt,
hat jeder so ein Ding dabei,
so ein Handy ist der letzte Schrei!
Es greift um sich heut, wie noch nie.
Man nennt es auch: Handymanie!
Wer keines hat, wird oft verlacht,
doch Neid wär eher angebracht!
Denn wer keines hat, hat Ruhe.
Wird nicht belästigt vom Getue
der Wichtigmacher und der Coolen,
die ständig mit dem Smartphone buhlen.
Ob Bus, ob Zug, ob Straßenbahn,
manch einer es nicht lassen kann
und unentwegt zum Handy greift
sogar im Auto, wenn er *drived*.
Dabei wird zur Gefahr er fast,
streift beinah einen Handymast,
erwischt dann fast ’ne alte Frau,
die grad’ wen anrief – ganz genau!
Ist nicht nur einer heut von vielen,
sie brauchen eben was zum Spielen.
Und hätten die ihr Handy nicht,
ok - das ist ’ne andre G’schicht …
DerPoet (04/05)
Bild: Pixabay
„SPIELEREI" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Chris Peter, veröffentlicht am 7. März 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Chris Peter
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