Stute Laisa sucht ihr Fohlen.
Hat man es über Nacht gestohlen?
Noch gestern standen alle beide,
auf der eingezäumten Weide.
Sie wiehert laut, scharrt mit den Hufen,
im Wind verhallen, Flehen, Rufen,
ihre liebenswerte Gelassenheit,
schlägt um in Wut und Traurigkeit.
In der Ferne vernimmt sie einen Laut.
Der Stute scheint er sehr vertraut,
sie dreht den Kopf, oh welch ein Glück,
ihr Nachwuchs kehrt zu ihr zurück.
Jetzt muss die Stute nicht mehr bangen,
der Bauer hat es eingefangen,
das Jungtier scheint etwas verwirrt,
es ist wohl nachts herumgeirrt...
„Die Stute sucht ihr Fohlen" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 7. März 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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