Trauer/Kummer/Schmerz



Ein Leben zieht vorbei



Einsam sitzt er in seinem Zimmer,
halb im Dunkeln, - bei Kerzenschimmer.
Denkt noch mal über sein Leben nach,
und über die Frau, die ihm das Herz einst brach.

Er denkt an seinen Freund aus dem Kinderchor,
an das alte, knarrende Gartentor,
durch das er flüchtete, wenn der Vater trank.
Wie oft gab es im Elternhaus deswegen Zank.

Als Jugendlicher wurde er eingezogen.
Man hat ihn um seine schönsten Jahre betrogen.
Der Krieg war grausam, alles wurde zerstört,
noch Jahre später hat er im Traum die Sirenen gehört.

In den fünfziger Jahren hat es rote Rosen geregnet.
Er ist seiner großen Liebe Anna begegnet.
Sie war die Frau, die sein Herz erobert hat,
doch irgendwann zog sie fort, in eine andere Stadt.

Er las ihn immer wieder, - den Abschiedsbrief,
eine Welt brach zusammen, - der Schmerz saß so tief.
Von Frauen wollte er lange Zeit nichts mehr hören,
nie wieder sollte ihn eine Liebe zerstören.

Eine neue Aufgabe im Beruf weckte seine Leidenschaft,
er machte Karriere, - daraus zog er die Kraft.
Eine eigene Familie blieb ihm zeitlebens versagt,
hier sitzt er allein, ein wenig traurig, betagt.

Gelesen: 64   
Autoren denen dieses Gedicht gefällt:

Teilen ausdrücklich erwünscht!

AUTOR:

Liebe Freunde der Poesie,
Schreiben, Malen und Fotografieren sind drei meiner vielen Hobbys. In diesem Forum könnt ihr über 1200 Gedichte von mir lesen. Ich schreibe über Geschehnisse im Alltag, über Urlaubserinnerungen und hoffe mit Denkanstößen wachrütteln zu können. Wer die Geschichte von Eduard verfolgen möchte, ist hier genau richtig. Inzwischen umfasst die Geschichte 50 Teile. Ein lustiger Roman in Gedichtform.
Wenn ihr etwas tiefer in meine Welt eintauchen möchtet, besucht mich auf meiner Homepage.
Meine Homepage:
http://gudruns-aquarell-galerie.beepworld.de


Mit lieben Grüßen, Gudrun Nagel-Wiemer


ÄHNLICHE GEDICHTE





3 KOMMENTARE



14. September 2018 @ 13:28

Ja, liebe Hanni, wurde durch ein paar Zeilen in einem Buch zu diesem Gedicht inspiriert.
Durch deinen Kommi, liebe Ingrid, bin ich erst auf dein schönes Gedicht aufmerksam geworden.
Liebe Grüße an euch beide, Gudrun.


14. September 2018 @ 12:57

Liebe Gudrun, zurzeit sind hier Erinnerungen angesagt. Endlich mal wieder was Schönes zu lesen! Selbst, wenn sie wehmütig sind. LG Ingrid



14. September 2018 @ 12:12

Liebe Gudrun, Dein Gedicht hat mich sehr bewegt. Es ist Dir gut gelungen, das Leben dieses einsamen Mannes richtig ergreifend zu beschreiben. Es gibt so unglaublich viele einsame Menschen, sehr traurig. Einen schönen Tag und liebe Grüße Hanni



SCHREIBE EINEN KOMMENTAR

mind. 20 Zeichen

Login

Noch keinen Account? Melde Dich hier an!
Passwort vergessen?

Meist Gelesene Gedichte

2372+
Das Versprechen

2095+
Frühling

1315+
DER TRAUM

1258+
Für eine schöne Frau

1146+
FRAG MICH NICHT

1114+
Ein bisschen Spaß muß se...

1015+
Zwei glückliche Marienkä...

946+
Urlaubsgruß

918+
DAS VERSPRECHEN

809+
Rentner haben keine Zeit (...


- Gedichte Monat

5+
Der arme Mann

3+
Mein treuer Freund

3+
Agschin Evren - Wenn die W...

2+
Es geht ein Virus um die W...

2+
Man kann es sich nicht lei...

2+
Mit Tränen in den Augen

2+
ANGST VOR DER ANGST

2+
Krieg

2+
Und niemand kennt den Grun...

2+
Die gelben Rosen blühen w...


- Gedichte Jahr

3+
Die Rose am Valentinstag.....

2+
Ich bin allein

1+
Schläft...

1+
Dunkel ist der Himmel heut...

1+
Sie wirft Rosen in die Nor...

1+
Die Rente ist sicher?


Neusten Kommentare

bei "Macht und Gier"

bei "Er macht die Frauen glüc"...

bei "Er macht die Frauen glüc"...

bei "KATASTROPHE oder LUSTIG"

bei "KATASTROPHE oder LUSTIG"

bei "Träumereien"

bei "Die Qual mit dem Wal"

bei "Neuer Mai"


Herzlich Willkommen!











Zufallsgedichte




Aufklärung aufräumen ? Arbeitslos Achterbahn Alter Abend Alkohol Alm Amerika Album Abnehmen August Abenteuer Augen Augenblick Armut Antwort Advent Amor Aphorismus Alphabet Annie Abendlied Ärger Ahnen Allerheiligen Affe Amsel Alleinsein Arzt Achtung Atmosphäre Abschied Appetit allein Alte Angst Arbeit Alltag