8. Juni 2022

Im reichen Deutschland

Es liegen leere Flaschen
achtlos am Straßenrand,
ein Rentner sammelt diese,
denn das gibt Flaschenpfand.

Dann geht er suchend weiter
und hofft, er findet mehr,
mit seiner kleinen Rente
da ist das Leben schwer.

In jeden Abfalleimer
riskiert er einen Blick,
an manchen Tagen hat er
mit seiner Taktik Glück.

Und auch der Weg zur Tafel
muss regelmäßig sein,
denn seine Lebensmittel
kauft er dort günstig ein.

So geht das schon seit Jahren,
er hat längst resigniert-
so wird das weiter gehen
bis er endlich krepiert.

© Ewald Patz

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Ewald Patz Trauer/Kummer/Schmerz 2 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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Ewald Patz

Tanzen wir gleich Troubadouren zwischen Heiligen und Huren.
Nietzsche

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2 Kommentare

Manfred B.
Manfred B. Versschmied
08.06.2022
Nicht genug Flaschen für alle:

Deutschland, die Welt, im freien Fall
Not und Elend überall
Flaschenfront sichtbar mit Permanz
Armut verstärkt sich durch Konkurrenz


Olaf
Olaf Meisterdichter
08.06.2022
Hallo Ewald,
ich lebte einst in einem Land (BRD) in dem Armut an Abfalleimern nicht sichtbar
wurde. Heute wird in die Tage kommendes Obst verbilligt abgegeben, während
die Tafeln reihenweise schließen. Rapsöl und Toilettenpapier verkommen zu
Luxusgütern. Die Gesellschaft zeigte früher ihr Gesicht, heute ihre Fresse !
Lehrer mit dicken Pensionen bevölkern Läden der Lebenshilfe und kaufen
verbilligt beim ALDI ein. Dein Beitrag bringt es auf den Punkt !
HG Olaf

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