11. Juni 2026

Ein Tännlein

Einst sah ich beim Spazierengehen,

ein kleines Tännlein vor mir stehen,

es reckte sich ans Licht empor,

kam zaghaft aus der Erde vor.

 

Die Jahre gingen still ins Land,

es wuchs und wuchs am Waldesrand,

und man merkt es schließlich kaum:

aus dem Bäumchen wurd` ein Baum.

 

Rank und schlank und wunderschön

muss er zwischen andern stehen,

stolz erhebt er sich zum Licht,

doch sein Schicksal kennt er nicht.

 

Doch eines Tages, dann oh weh,

fiel nicht nur der erste Schnee,

nein, es kam noch schlimmer,

und da half auch kein Gewimmer:

 

Motorsägen rückten an;

tun, was niemand hindern kann,

und in kurzer Zeit schon kaum,

lag gefällt der stolze Baum.

 

 

© pally66

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pally66 Natur 2 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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pally66

Schreiben ist schon lange eine Leidenschaft von mir. Inspiriert werde ich vor allem durch die Dinge des täglichen Lebens. Ich lese gern, vor allem dicke Romane, die im Mittelalter spielen. Im Fernsehe…

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2 Kommentare

pally66
pally66 Autor Poet Laureat
13.06.2026
Danke für Deine Worte, Christian, und lG in Deinen Abend, Helga
D.O.CH.
D.O.CH. Lyriker
12.06.2026
Echt gut.
Ja das technologische Männlein will nicht,dass wächst das Tännlein.

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