6. Juni 2026

Die Zecke

Geduld ist ihre Stärke -
bei Zecken muss das sein,
denn sie sitzt auf dem Grashalm
oft wochenlang allein.

Der Gärtner - voll Vertrauen
geht durch den Garten dann-
die Zecke heftet sich gleich
an seine Wade an.

Die Zecke sucht sich sorgsam
ne weiche Stelle aus
und fährt dann ohne zögern
den spitzen Rüssel raus.

Dann saugt sie reichlich Nahrung-
ist im Schlaraffenland,
jedoch der Gärtner hat bald
den Parasit erkannt.

Mit einer Zeckenzange
beendet er die Not,
die Zecke ist gesättigt,
jedoch am Ende tot.

© Ewald Patz

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Ewald Patz Natur 1 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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Ewald Patz

Tanzen wir gleich Troubadouren zwischen Heiligen und Huren.
Nietzsche

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1 Kommentar

Ingrid Bezold
Ingrid Bezold Poet Laureat
06.06.2026
Huch, dein Gedicht erinnert mich an meinen Dackel, der stets Zecken hatte. Mein Mann hat jhn dann davon befreit. Ich konnte sie nicht herausdrehen...diese dicken Blutsauger.
Du kennst dich aus, Ewald!
LG Ingrid

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