Trauer/Kummer/Schmerz



Schwerer Abschied



Mein geliebter Bruder ist vor 10 Jahren gegangen,
bis heute hält mich tiefe Trauer gefangen.
Er hat freiwillig diese schöne Welt verlassen,
aber wen soll ich jetzt deswegen hassen?
Das grausame Schicksal oder eine höhere Macht,
die mir diese unendliche Trauer hat gebracht?

Ohne ein Abschiedswort ist er entschwunden,
mein Herz erlitt dadurch tiefe Wunden.
Seine Seele spannte weit ihre Flügel aus
und flog wie ein Vogel in den Himmel hinauf.

Wenn ich heute durch die Straßen gehe
und in viele unbekannte Gesichter sehe,
begegnet mir sein Gesicht nie wieder,
das erfüllt mich mit Trauer immer wieder.

Nie wieder werde ich sein vertrautes Gesicht sehen,
nie wieder mit ihm zusammen wandern gehen,
nie wieder seiner bekannten Stimme lauschen,
nie wieder interessante Gedanken austauschen,
nie wieder mit ihm schöne Reisen machen
und unterwegs erleben tolle Sachen,
nie wieder über seinen feinen Humor lachen,
nie wieder seine Briefe aus Australien lesen,
nie wieder neue künstlerische Fotos ansehen,
nie wieder wird er mir den Sternenhimmel zeigen,
nie wieder werde ich ihn um seine Intelligenz beneiden.

Diese zwei Worte ‚nie wieder‘ haben mich gelehrt,
jede gemeinsame Minute ist kostbar und lebenswert
In einer einzigen Sekunde kann alles zu spät sein,
wir bleiben traurig zurück, einsam und allein!
Heute geht’s mir besser, die Sonne scheint wieder,
Gottseidank hat mich das kostbare Leben wieder!

Hannelore Knödler-Stojanovic, Ludwigsburg

Gelesen: 135   
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AUTOR:

Ich heiße Hannelore, genannt Hanni, bin 75 Jahre 'jung', verheiratet und wohne im schönen Ludwigsburg. Meine Hobbys: malen, klassische Musik, lesen, fotografieren, Natur, Tiere, Blumen und natürlich dichten. Ich bin ein sehr neugieriger Mensch, mich interessieren viele aktuelle Themen und alles, was so auf der Welt passiert. Meine Gedichte sollen zum Nachdenken anregen.


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2 KOMMENTARE



13. April 2018 @ 14:58

Ja, Hanni, Gott sei Dank.
Das ist eine traurige Geschichte. Du hast das Glück, dass Du Dir Deine Gedanken, die Dich beschäftigen, von der Seele schreiben kannst. Das soll Dich aufrichten. Erinnere Dich der guten Zeiten und freu Dich drüber. LG Ingrid


13. April 2018 @ 17:58

Liebe Ingrid, danke für Deinen Kommentar und Dein Mitgefühl. So etwas schlimmes kann man nur überstehen, wenn man viel darüeber spricht und seinen Tränen freien Lauf läßt. Meine Gedichte haben mir dabei viel geholfen. Liebe Grüße Hanni


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