Die Schönheit unserer Sprache in Versen

Tag der deutschen Sprache

14. Januar 2024

Drogenmissbrauch

Drogenmissbrauch

Vor uns ihr Körper, leblos und kalt.
Gerade mal zwanzig Jahre alt.
„Viel zu jung“, schluchzt er empört.
„Warum hat sie sich selbst zerstört?“

„Sie hatte doch noch so viel vor…“,
klingt es dumpf in meinem Ohr.
„Wie klug sie war und so verletzlich.
Ich vermisse sie entsetzlich.“

Er schaut mich an, jetzt tränenblind,
„ich habe nur das eine Kind…“
Ein Polizist betritt das Zimmer,
das macht die Situation noch schlimmer.

Er macht sich Notizen und stellt Fragen,
Ich habe dazu nicht viel zu sagen.
„Die junge Frau hat hier studiert,
und sich bei mir einquartiert.

Ihr Vater rief mich heute an,
ob ich mal nach ihr schauen kann.
Er konnte sie wohl nicht erreichen
und wollte nur ein Lebenszeichen.

Ich habe sie, vor ein paar Stunden,
leblos auf ihrem Bett gefunden.
Irgendetwas hat sie gequält.
Mir hat sie aber nichts erzählt.“

Der Beamte schreibt und nickt,
bevor er zu der Toten blickt.
„Drogenmissbrauch, ganz klarer Fall.
Die Dealer lauern überall…"

„Drogenmissbrauch" ist ein Gedicht aus der Kategorie Trauer/Kummer/Schmerz von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 14. Januar 2024 auf Gedichtesammlung.net.

© Gudrun Nagel-Wiemer

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Gudrun Nagel-Wiemer

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1 Kommentar

Ewald Patz
Ewald Patz Dichterlegende
14.01.2024
Hoffentlich nur ein Gedicht.
LG
Ewald

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