Du gehst durch die Ränder der Nacht,
wo dein Atem einst schwer war
und jeder Schritt tiefer führte.
Doch ein stilles Leuchten
dringt durch die Risse der Dunkelheit
und öffnet den Morgen.
Die alten Stimmen –
Rauch, Rausch, Versprechen –
flackern nur noch
wie vergessene Neonreklamen.
Sie wollten dich halten,
doch ließen dir nichts
als Leere im Gewand der Nähe.
Vor dir liegt ein Weg aus Splittern,
glänzend und gefährlich,
ein Spiegel dessen,
was dich beinahe zerbrochen hätte.
Doch du gehst weiter,
weil du weißt,
dass Klarheit nicht im Rausch wohnt,
sondern im Erwachen
eines unbeirrten Blicks.
So findest du dich wieder –
nicht laut, nicht triumphal,
sondern in einem Licht,
das dem Schatten seine Macht nimmt
und dennoch sanft genug ist,
dich weiterzutragen.
© Max Vödisch
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