Die Schönheit unserer Sprache in Versen

Tag der deutschen Sprache

18. März 2025

Im Stadt Café

Im Stadt Café

Wir treffen uns im Stadt Café,
Marianne sitzt mir gegenüber.
Sie scheint gerade beschäftigt
und schaut nicht zu mir rüber.

Ich schiebe ihr die Speisekarte,
über den Tisch, entgegen.
Endlich legt sie das Handy weg
und lächelt leicht verlegen.

Früher war die Welt in Ordnung,
wir fuhren zum Schwimmen an den See,
haben gespielt, gelacht, gesungen,
- niemand saß vor dem PC.

Fahrrad fahren, Rollschuh laufen,
Huckekasten, Gummi-Twist,
- all das haben wir geliebt.
Zeiten, die man nicht vergisst.

Die Technik hat die Welt verändert.
Was macht man noch gemeinsam?
Jeder lebt in seiner Welt,
ist isoliert und einsam.

Menschen eilen durch die Stadt,
das Smartphone vorm Gesicht.
Was ringsherum um sie passiert,
das sehen sie meistens nicht.

Sie legt ihr Smartphone auf den Tisch,
"was wollen wir heute essen?"
"Schalte bitte erst dein Handy aus,
das hast du noch vergessen."

„Im Stadt Café" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 18. März 2025 auf Gedichtesammlung.net.

© Gudrun Nagel-Wiemer

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Gudrun Nagel-Wiemer

Deutschland

Liebe Freunde der Poesie,
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4 Kommentare

Gudrun Nagel-Wiemer
Gudrun Nagel-Wiemer Autor Dichterlegende
23.03.2025
Ewald, danke für das Herzchen. Freue mich immer über eine Resonanz. LG Gudrun
Gudrun Nagel-Wiemer
Gudrun Nagel-Wiemer Autor Dichterlegende
19.03.2025
Guten Morgen, Helga, danke für das Herzchen unter meinem Gedicht. Grüße in den sonnigen Tag schickt dir Gudrun
G .  .  .  .
G . . . . Poet Laureat
18.03.2025
... du scharfe Beobachterin der alltäglichen Sachen. So ist es, da ich selbst, besonders am Morgen in so einer Falle stecke, habe ich zum Ärger meines Umfeldes seit geraumer Zeit einen Tag online- Verbot pro Woche eingeführt und verrückt wie ich bin , auch Telefon abgestellt. Ich glaube daraus wird ein Gedicht, interessante Selbstreflektionen.
Lb. Gr.
G.
Gudrun Nagel-Wiemer
Antwort an G . . . .
18.03.2025
36 Prozent der Menschen streben eine digitale Auszeit an, es tut sich etwas, Grete.

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