20. Oktober 2018

Die alte Dame von gegenüber

Die alte Dame von gegenüber

Manchmal sehe ich sie weinen,
meistens, wenn sich der Abend neigt.
Von Weitem möchte man dann meinen,
dass sich die Einsamkeit dann zeigt.

Ihre Blicke schweifen in die Ferne,
das weiße Haar schimmert im Licht.
Vielleicht zählt sie ja gerad´ die Sterne?
Heute Nacht ist wieder klare Sicht.

Die Dame kenne ich nur vom Sehen,
doch sie erscheint mir sehr vertraut.
Wenn wir Zwei am Fenster stehen,
haben wir uns oft angeschaut.

Sehr oft winke ich zu ihr rüber,
dann huscht ein Lächeln über ihr Gesicht.
Ich mag die Dame von gegenüber,
sie wirkt so zerbrechlich, im schwachen Licht.

© Gudrun Nagel-Wiemer

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Gudrun Nagel-Wiemer

Deutschland

Liebe Freunde der Poesie,
Schreiben, Malen und Fotografieren sind drei meiner vielen Hobbys. In diesem Forum könnt ihr über 1400 Gedichte von mir lesen. Ich schreibe über Geschehnisse im Alltag, üb…

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