Wenn Verse golden fallen
*Trübes Wetter*
Säße ich bei trübem Wetter,
weit und breit kein Sonnenschein
wäre es für mich viel netter,
wär’ ich dabei nicht allein?
Könnt’ ich die trübe Stimmung teilen
wär’ sie vielleicht schon weg im Nu.
Nur: Ich würde dann ins Freie eilen
und übrigbleiben würdest Du!
Und ich weiß nicht, ob es gut ist
bliebest Du so ganz allein;
denn wer selbst nicht froh genug ist,
den holt die trübe Stimmung ein.
Also schließe ich die Zeilen
mit der Frag´ aus Anfangstagen:
Ist es besser, Not zu teilen
oder sie allein zu tragen?
Oder doch auf and’re hoffen?
Diese Frage bleibt wohl offen.
Sicher ist: Es wäre netter,
gäb´ es gar kein trübes Wetter.
DerPoet (05/85)
Bild: Pixabay
„TRÜBES WETTER" ist ein Gedicht aus der Kategorie Gedichte Träume & Gedanken von Chris Peter, veröffentlicht am 13. Juni 2025 auf Gedichtesammlung.net.
© Chris Peter
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6 Kommentare
Allerdings, auf mein inneres Rezitieren bezogen und daher nicht maßgeblich, bin ich dabei hin und wieder gestolpert. Liegt vielleicht auch daran, wie ich Verse lese. Aber man hat auf der anderen Seite, sollte mein Eindruck nicht gänzlich täuschen, auch mehr davon, wenn nicht alle Kommentatoren ständig "schön, schön, schön" schreiben.
Sehe dich aber dennoch nicht von mir gemaßregelt. Ich schreibe halt bei solchen Kommentaren immer frei von der Leber weg.
Zum gänzlich und bereits erwähnten Positiven: Die Philosophie hinter dem Satz "Geteiltes Leid ist halbes Leid" ist hier wirklich schön zusammengefaßt. Denn was gescheit mit dem Anteilnehmenden, wenn der "Spender des Leides" plötzlich wegfällt? Bleibt der "Helfer" dann mit den Resten des Leids auf sich allein gestellt? Wahrscheinlich letztendlich doch, bis die Zeit auch diese "Wunde geheilt" haben mag. Ist ja nicht nur im geteilten Leid von zwei Personen zutreffend. Vielleicht auch in einem größeren Maßstab. (Irgendwelche Katastrophen auf der Welt.)
Also, ich wünsche dir viel Erfolg beim Wettbewerb und ich finde, Erfolg zu teilen ist viel schöner, als das Gegenteil. ;-)
Geschrieben als knapp 20jähriger aus Liebeskummer im Jahre 1985 ...
Gruß Sieghild
Als ich gesehen habe, dass du deine Gedichte auch vertonst, hat mich das ein bisschen neugierig gemacht und ich musste natürlich gleich auch hineinhören.
Mich hat das Rezitieren, nicht nur eigener Texte, ein lieber Poetenfreund der leider nicht mehr ist, zwei Jahre lang gelehrt. Als ehemaliger Sprecher und Schauspieler hat er wohl Potential in meiner Stimme gehört. Ich ging durch eine harte Schule bis ich mich auch an Rezitationen von Klassikern wagte. Meine Abonnenten auf meinem YouTube Kanal, mittlerweile beinahe 800 an der Zahl, scheinen mir recht zu geben.
So haben wir wohl beide nicht nur die Leidenschaft am Schreiben und Texten, sondern auch das Vortragen für uns entdeckt - man stellt sich damit quasi auf eine Bühne und bangt immer ein kleinwenig, ob und wie es wohl beim geneigten Leser/Hörer ankommen mag.
Liebe Grüße aus dem hochsommerlichen Mostviertel zu dir!
Uschi
Ich empfinde es als eine spannende Alternative, dem Leser/Hörer meine Gedichte näher zu bringen ...
*lg* aus dem mittlerweile nicht ganz so heißen Graz
Chris