Regen, Regen
Winde jagen Öl und Nässe
durch die graue, alte Stadt.
Im Kirchturm, hinter trüber Blässe
sammeln sich die Krähen; matt.
Kinder springen in die Pfützen
und jubeln, wenn es spritzt.
Sie schleudern ihre wollnen Mützen
sonstwohin, verschwitzt.
Schon tagelang der öde Regen.
Es schüttet immerzu.
Und ewig harsche Winde fegen
um Ecken, ohne Ruh.
Gefangene im eignen Haus,
dem Untergang geweiht...?
Die Schwachen sehen ängstlich aus.
Wie lange ist noch Zeit?
Da reisst der Himmel jäh entzwei,
als wär nie was gewesen.
Dem Nebel ist das einerlei -
er kriecht umher,
nass und schwer,
abends noch,
wie ein träges, schwarzes Tier.
Die Kinder, die sind heim gerannt.
Der Nebel kommt nun mit Gewalt -
er packt die Stadt mit grober Hand.
Kein Piep. Kein Licht, sobald.
Worte und Bild: © Ralph Bruse
© Ralph Bruse
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8 Kommentare
Grüße in Richtung Küste
schickt Ralph
das ist eine Regengeschichte vom Feinsten. Chapeau !!!
Herzliche Grüße
Olaf
Herzliche Grüße auch zu Dir
von Ralph
Huiii- das ist ja richtig dramatisch! Obwohl ich so ein Sauwetter ja ganz gerne mag. Hüpfe auch manchmal in eine Pfütze, aber ohne Mütze.
Dann will ich doch hoffen, dass du keine nassen Füsse kriegst.
Habs jedenfalls gern gelesen.
Es grüsst dich Heike
Na, wird auch wieder anders - und besser.
Danke fürs Herkommen und deine schöne Bewertung.
Herzlich grüßt Dich Ralph
Herzlich grüßt Ralph
(wohne in einer Kellerbude, da hab ich öfter Bammel, daß mir der Regen - wenn zu stark - reinläuft)
Vielleicht deshalb meine Spinnerei an der Stelle.
Danke.
Herzlich grüßt Ralph
Lb.Gr. Grete