Wo Verse und Tore fallen
USA · Kanada · Mexiko · Juni–Juli 2026
Novemberabend
Die lichten Stunden sind gezählt.
Der See hüllt sich in Schweigen.
Und wo dem Mensch die Klarsicht fehlt,
knarrt es nur noch von kahlen Zweigen.
Die dichten Nebelschleier fallen
auf Land und nasse Wege nieder.
Wenn es noch schafft ein helles Hallen,
wird es zu dumpfem Flüstern wieder.
Den Rabenschrei zu früher Nacht,
verschlingt der nahe, schwarze Wald.
Wenn nirgendwo ein Kind mehr lacht,
wird es hier draußen bitterkalt.
Der graue See nimmt hin, sein Säuseln.
Der fahle Mond steigt wie ein Geist
aus dunklen Spiegeln, die sich kräuseln,
bis er noch schwach im Nirgends kreist.
Am See – das kleine Hüttenlicht,
durchsticht die große, finstre Stille.
Es fiel die lange Nacht auch nicht,
als sei es unsterblicher Wille.
Worte: © Ralph Bruse
Bild: fotocommunity
© Ralph Bruse
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8 Kommentare
Ob kalt, trüb oder nass. Ich mag das. Natur pur eben und irgendwie geht mir das ganze Gejammere wegen Herbstdepression tierisch auf den Geist.
Finde deine Zeilen aber trotzdem schön.
Schicke dir liebe Grüße Heike
Schön, daß Du mal wieder reinschaust. Danke Dir.
Herzlich grüßt Dich
Ralph
Herzlich grüßt Ralph
Nur das Licht zählt...
Danke an Dich.
Herzlich grüßt Ralph
Im Bundestag geht ja auch so manches im Gebrabbel-Nebel unter.
Danke für den aufmunternden Spaß und natürlich auch für dein Lob.
Auch Dir einen guten Abend.
Es grüßt Dich Ralph
Dachte nämlich,du schreibst über den deutschen Bundestag hehe
Spass beiseite,wie immer sehr gut lesbar.
Schoenen Oktoberabend