Wenn ich aus dem Fenster schau,
ist der Tag Novembergrau.
Nebelverhangen ist der Morgen,
zu Hause fühl‘ ich mich geborgen.
Die Bäume sind schon kahl,
der letzte Sturm war radikal.
Sie strecken die Äste zum Himmel rauf,
im Nebel sehen sie gespenstisch aus.
An grauen Tagen vermisse ich meine Lieben,
sie sind Alle schon verschieden,
nur die Erinnerung ist mir geblieben.
Ich lebe zwischen Hoffen und Bangen:
Wohin seid Ihr Alle gegangen?
Traurig verkriech ich mich im Schneckenhaus,
allein finde ich hier kaum mehr raus.
Mein Mann gibt mir seine Hand
und zieht mich wieder an Land.
Bald ist der graue November vorüber,
klare Wintertage sind mir lieber.
Das Himmelsblau kehrt zu uns zurück
und schenkt uns Tage voller Glück!
Hannelore Knödler-Stojanovic, Ludwigsburg
Foto: Pixabay
© Hanni
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6 Kommentare
Du erzählst das auch schön in Deinem Gedicht. Wenn ich dann an die leckeren Plätzchen und Lebkuchen und den Glühwein denke, freue ich mich auf diese trüben Tage. Das Foto hast Du auch gut ausgewählt. So schön melancholisch...Liebe Grüße Ingrid
verschwinden lässt und aller Lärm in Stadt und Land gedämpfter sind. Und denn kommt
ja noch bald Gevatter Winter mit ville dickefettem Schnee (glaub ich einfach mal) und die
Welt wird erstrecht mucksmäuschenstill und so schön, daß du das im Kopp nich aushälst))) Wat willste mehr, Hanni?
Heiter grüßt Dich Ralph
Irgendwie mag ich dieses Novembergrau und wenn die Bäume so schemenhaft zu sehen sind, denke ich immer
an Gespenster und ich mag es ja gespenstisch.
An die ,die nicht mehr sind, denke ich jeden Tag. Nur manche Menschen verfallen besonders bei trüben Wetter in Depressionen oder werden melancholisch . Der eine mehr der andere weniger. Das ist eben so .
Ich werde auch noch ein November -Fotogedicht einsetzen. Muss noch ein bisschen dran rum schrauben.
liebe herbstliche Grüße Heike