Natur und Jahreszeiten



Novembergrau



Wenn ich aus dem Fenster schau,
ist der Tag Novembergrau.
Nebelverhangen ist der Morgen,
zu Hause fühl‘ ich mich geborgen.

Die Bäume sind schon kahl,
der letzte Sturm war radikal.
Sie strecken die Äste zum Himmel rauf,
im Nebel sehen sie gespenstisch aus.

An grauen Tagen vermisse ich meine Lieben,
sie sind Alle schon verschieden,
nur die Erinnerung ist mir geblieben.
Ich lebe zwischen Hoffen und Bangen:
Wohin seid Ihr Alle gegangen?

Traurig verkriech ich mich im Schneckenhaus,
allein finde ich hier kaum mehr raus.
Mein Mann gibt mir seine Hand
und zieht mich wieder an Land.

Bald ist der graue November vorüber,
klare Wintertage sind mir lieber.
Das Himmelsblau kehrt zu uns zurück
und schenkt uns Tage voller Glück!

Hannelore Knödler-Stojanovic, Ludwigsburg
Foto: Pixabay

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AUTOR:

Ich heiße Hannelore, genannt Hanni, bin 75 Jahre 'jung', verheiratet und wohne im schönen Ludwigsburg. Meine Hobbys: malen, klassische Musik, lesen, fotografieren, Natur, Tiere, Blumen und natürlich dichten. Ich bin ein sehr neugieriger Mensch, mich interessieren viele aktuelle Themen und alles, was so auf der Welt passiert. Meine Gedichte sollen zum Nachdenken anregen.


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6 KOMMENTARE



28. Oktober 2018 @ 15:07

Melancholische Momente hab ich auch wenn die Sonne scheint .
Irgendwie mag ich dieses Novembergrau und wenn die Bäume so schemenhaft zu sehen sind, denke ich immer
an Gespenster und ich mag es ja gespenstisch.
An die ,die nicht mehr sind, denke ich jeden Tag. Nur manche Menschen verfallen besonders bei trüben Wetter in Depressionen oder werden melancholisch . Der eine mehr der andere weniger. Das ist eben so .
Ich werde auch noch ein November -Fotogedicht einsetzen. Muss noch ein bisschen dran rum schrauben.
liebe herbstliche Grüße Heike



28. Oktober 2018 @ 16:34

Grau ist keine öde Farbe. Mag, ähnlich wie Heike, wenn Nebel oft Hässliches einfach
verschwinden lässt und aller Lärm in Stadt und Land gedämpfter sind. Und denn kommt
ja noch bald Gevatter Winter mit ville dickefettem Schnee (glaub ich einfach mal) und die
Welt wird erstrecht mucksmäuschenstill und so schön, daß du das im Kopp nich aushälst))) Wat willste mehr, Hanni?

Heiter grüßt Dich Ralph


28. Oktober 2018 @ 17:18

Liebe Hanni, den Herbst liebe ich mit seinen grauen Tagen. In meiner "November - Stille" auch die Trauer( hat Dir gefallen.,danke.)
Du erzählst das auch schön in Deinem Gedicht. Wenn ich dann an die leckeren Plätzchen und Lebkuchen und den Glühwein denke, freue ich mich auf diese trüben Tage. Das Foto hast Du auch gut ausgewählt. So schön melancholisch...Liebe Grüße Ingrid


29. Oktober 2018 @ 10:55

Liebe Heike, danke für Deinen Kommentar, ich freu mich, daß Du mein Gedicht gelesen hast. Ja, an grauen Tagen krieg ich schon ab und zu melancholische Momente. Aber zum Glück keine Depressionen. Meine Tage sind angefüllt mit soviel Action, da hab ich gar keine Zeit zum jammern. Aber die grauen Novembertage sind schon speziell, haben aber auch ihre schönen Seiten. Lass es Dir gut gehen und liebe Grüße Hanni


29. Oktober 2018 @ 11:12

Hallo Ralph, vielen Dank für Deinen Kommentar. Ja, auch die grauen Novembertage haben ihren Reiz. Ich liebe vor allem Rauhreif, wenn alles weiß überzuckert ist, das ist wie im Märchen traumhaft schön. Auch eine weiße Schneelandschaft ist was ganz Tolles. Wenn nur die Kälte nicht wär! Ich bin ein richtiger Sommertyp (Löwe) und liebe die Wärme und helles Licht. Machs gut und ahoi Hanni


29. Oktober 2018 @ 11:17

Hallo Ingrid, danke für Deinen lieben Kommentar. Natürlich haben auch graue Novembertage ihren Reiz und magische Momente. An ganz grauen Tagen werd ich schon manchmal melancholisch. Auf die köstlichen Weihnachtsleckereien und den Glühwein freu ich mich auch schon. Herbstliche Grüße an Dich Hanni


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