Natur und Jahreszeiten



Der Juni



Das Halb im Jahreslauf erreicht.

So rasch dahin im Zeitenspiel,

man hält die Koffer nun bereit.

 

Am Brombeerstrauch in seiner Art,

der Blütenflor uns hoffen lässt

auf reiche Ernte schmackhaft zart.

Und in der Wiese ungebremst,

für Schmetterlinge grad zum Fest

die Blumen liebreizend apart.

 

Wenn Bienen bringen nunmehr ein,

mit gelben Pelzchen dick umhüllt,

wird wohl an Ernte reichlich sein.

So schnell die Zeit im Abendklang.

Der Garten, der nun schön befüllt

lädt ein sogleich zum Stelldichein.

 

Die Amsel jubiliert am Zaun,

erfreut so sehr mit ihrem Lied.

Es grünt und sprießt, man glaubt es kaum.

Das Herz dabei wird weit, so weit

und eh man sich noch recht versieht

denkt man, ob alles nur ein Traum?

 

Die Koffer, die nunmehr bereit,

so rasch dahin das Zeitenspiel.

Im Jahreslauf das Halb erreicht.

 

© Uschi Rischanek
Text/Bild/Rezitation
Music: LiteSaturation

...aus meinen Monatsgedichten 

Fest die B

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AUTOR:

Denkende Dichterin und dichtende Denkerin, leidenschaftliche Gärtnerin und Fotografin, der Lyrik verbunden, der Prosa verfallen. Eigene Texte, jedoch auch Texte lieber Poetenfreunde einzusprechen, sowie auf meinem YouTube Kanal auch Klassiker wie Hermann Hesse, Rainer Mara Rilke, Erich Fried, Eva Strittmatter, Mascha Kaléko um nur einige zu nennen... mehr als zum Hobby mittlerweile geworden.
An geistreichem Austausch stets interessiert freue ich mich auch hier wieder präsent zu sein!

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4 KOMMENTARE



27. Juni 2025 @ 10:55

Erst freut man sich auf den Mai, dann ist der Juni schnell vorbei, was hält der Herbst für uns bereit, verängert er die Sommerzeit? Im Moment ist alles offen. Wir können nur hoffen... Jetzt habe ich mal für dich gedichtet, liebe Uschi. Gruß, Gudrun


27. Juni 2025 @ 15:01

Ach liebe Gudrun, Herzensdank für den schönen Reimkommentar ;-)) Ja es hat schon etwas an sich mit den Monaten, doch sei mal ehrlich, so wie es früher ein wunderbares Frühjahr gab, ist es schon lange nicht mehr. Entweder es ist übernatürlich warm und immer wärmer, oder man braucht eine dicke Jacke. Meine Oma hatte noch richtige Frühjahrskostüme und schöne Herbstkleider. Jetzt ist es, als ob einer den Schalter umlegt von recht frisch auf beinahe unerträglich warm. Die Pflanzen im Garten leiden stark unter der extremen Hitze, speziell die Hortensien sind da recht arme Gewächse... Liebe Grüße, Uschi


26. Juni 2025 @ 22:15

Ein schöner Junitag, der so beschwingt und angenehm sonnig zum Genießen einlädt.
Besonders gut gefallen mir die gelben Pelzchen der Bienen, liebe Uschi.
Einen schönen Abend
wünscht dir Ingrid


27. Juni 2025 @ 08:05

Danke liebe Ingrid, es ist wie der ganze Zyklus meiner Monatsgedichte Denselbigen von uns beiden so geschätzten Gedichten E.K.s entsprungen, wobei ich mich lediglich an das jeweilige Reimschema Kästners hielt, die Gedanken und Eindrücke sind natürlich die aus meinem Umfeld die ich eingewoben habe. Der Juni mit den blühenden Rosen und den vielen Schmetterlingen und Pelzchen brachten mich auf diese Gedanken.
Liebe Grüße aus dem hochsommerlichen Mostviertel zu dir! Uschi



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