Die Zeit, sie öffnet uns manch Türen.
Hindurch zu gehn obliegt dabei
uns selbst, doch stets ohne Allüren.
Das Wie ist völlig einerlei.
Ist nicht so viel doch vorbestimmt,
schon von Geburt an als man Kind.
Selbst später noch wohl Tag für Tag
verschwindend dann, was man vermag.
Wenn man erst alt und auch allein,
fehlt es noch mehr am Glücklichsein.
Beim Blick zurück auf so viel Zeit
in der, wenngleich so viel vertan,
die Frage sich einstellt ~ wie weit?
Wo hört es auf, wo fängt es an?
Wie vermag der Mensch zu lenken,
all das, was unabänderlich?
Entgegen alledem im Denken,
stets daran, was oft hinderlich.
Es fehlt erst recht an Glücklichsein ~
wenn man erst alt dann und allein!
© Uschi Rischanek
Text/Bild/Rezitation
Music: mcanden
Autorenkommentar:
Die Trauer die aus Unvermögen rekrutiert, sich hinter Masken selbst verbirgt...
Der Text entstand nach dem Besuch bei meiner Tante die im Dezember hundert Jahre wird und im Prinzip alleine auf sich selbst gestellt ist. Zwar bekommt sie durch Heimhilfe Unterstützung, doch im Prinzip überwiegt die Traurigkeit da ich ziemlich weit von ihr entfernt wohne und nur unzureichend ab und an vor Ort zu ihr kommen kann und mich täglich auf mehrfache Gespräche am Telefon beschränken muss.
Daher auch meine Trauer über das Unvermögen durch die Entfernung ausgelöst bei mir!
© Uschi R.
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