Rosen, Lilien und die Nelken ,
die große Hitze lässt sie welken,
ach, wie wär`s doch ein Genuss,
käme jetzt ein kühler Guss.
Doch in Maßen soll er fallen,
denn zu viel kann nicht gefallen,
Übermaß bringt manche Last,
die weder Mensch noch Tier gut passt.
Schon dunkle Wolken ziehen auf,
und nehmen ihren stillen Lauf,
im Garten wartet man und schaut,
ob sich der Himmel endlich traut.
Da fallen bald die ersten Tropfen,
die leis an Blatt und Blüte klopfen,
sie bringen Hoffnung, frisch und klar,
dass Kühlung endlich möglich war.
Doch wollen wir nicht immer klagen,
wenn uns die heißen Tage plagen,
denn ehe man sich recht versieht,
ist diese Wetterlage müd`.
Und wenn die Herststürme dann brausen,
und wir daheim in Stuben hausen,
fragt man sich bei Regen, Wind:
Wo die schönen Tage sind?
So geht`s Jahr für Jahr dahin,
nichts erscheint nach unserem Sinn,
mal zu trocken, mal zu nass,
mit Wetter hat man selten Spaß.
„Hitze" ist ein Gedicht aus der Kategorie Natur und Jahreszeiten von pally66, veröffentlicht am 20. Juni 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© pally66
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