Oben, auf den Tannenspitzen,
sehe ich einen Vogel sitzen.
Er ist so zierlich und so klein
und sitzt dort mutterseelenallein.
Was macht der kleine Vogel hier?
Das ist doch gar nicht sein Revier...
Sucht er vielleicht auf seiner Reise,
hier nach seiner Lieblingsspeise?
Dort oben, auf seinem Aussichtsturm,
gibt es nicht einen Regenwurm.
Vielleicht findet er dort ein Insekt.
Gottes Tisch ist reich gedeckt.
Rotkehlchen schüttelt das Gefieder,
und trällert munter ein paar Lieder.
Ich verharre still, - minutenlang,
und lausche dem fröhlichen Gesang.
Bild:GNW
„Gesang am Abend" ist ein Gedicht aus der Kategorie Natur und Jahreszeiten von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 28. August 2024 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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3 Kommentare
Von oben sah er auf eine sehr musisch eingestellte Frau. Sein Ständchen, das uns Freude
bereit, hat er nur dieser einen Dame gewidmet. Warum ? Weil sie ihn kennt.
Herzliche Abendgrüße
Olaf