Vom Marktplatz klingen Weihnachtslieder,
Kälte zieht durch meine Glieder,
ich fühle mich erschöpft und krank,
sitze hier einsam, auf der Bank.
Ich bin ein alter, schwacher Mann,
man schaut mich von der Seite an,
die Menschen ziehen an mir vorbei.
den meisten bin ich einerlei.
Geschützt vor kaltem Wind und Frost,
suche ich in der Kirche Trost,
meine Kleidung voller Schmutz,
ich spüre Wärme, Liebe, Schutz.
Vor mir ein großer Weihnachtsbaum,
vorbei zieht so manch Kindertraum,
ich zehre von dem Augenschmaus,
und ziehe meine Jacke aus.
Hier muss ich mich nicht mehr verstecken,
brauche keine warmen Decken,
der Pfarrer reicht mir Wein und Brot,
- bin nicht allein, in meiner Not.
„Einsam und obdachlos" ist ein Gedicht aus der Kategorie Trauer/Kummer/Schmerz von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 26. November 2024 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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3 Kommentare
Schau mal im 3. Vers nach....da ist ein ich zuviel.
LG Ingrid