Wo Verse und Tore fallen
USA · Kanada · Mexiko · Juni–Juli 2026
Musik belebt das Reihenhaus,
er holt die Tanzschuhe heraus.
Die Budapester, von Werner Kern,
mag er ganz besonders gern.
„Oh, Solo Mio“ stimmt er an,
obwohl er gar nicht singen kann.
Die Schuhe sind neu, noch blitzeblank,
und stehen schon ein Jahr im Schrank.
Hochglanzleder erstrahlt im Licht,
er mag es elegant und schlicht.
Ein wenig Wehmut macht sich breit,
- es war doch eine schöne Zeit.
Das Tanzen hat er sehr genossen,
nun hat die Tanzschule geschlossen.
Tango ist seine Leidenschaft,
er fordert Anmut, Stolz und Kraft.
Für Rhythmus hat er ein Gespür.
Wehmütig denkt er an das Turnier.
Mit Marika hat sein Weg begonnen,
gemeinsam haben sie oft gewonnen.
"Was sie wohl macht", denkt er gerade.
"Dass wir nicht tanzen", ist so schade.
Leichtfüßig setzt er die Tangoschritte
und tänzelt durch die Zimmermitte.
Aquarell: Gudrun Nagel-Wiemer
© Gudrun Nagel-Wiemer
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10 Kommentare
Das schöne Bild kenne ich.
Dein schönes Gedicht dazu passt gut.
Nietzsche sagt:,,lieber plump tanzen , als lahm gehen.“
LG
Ewald
Das wäre ja total abgefahren.
Ja ich hatte dank Corona Zeit.
Herzliche Grüße
Christian
Also ich verbessere mich nicht du
Gedicht und Bild gefallen mir sehr gut, beides ist sehr gut gelungen!
Dir einen sonnigen Tag im Garten! Liebe Grüße Hanni
Eine gute Zeit , körperlich und seelisch
Grete
LG
Christian