Frühstückstisch mit Blick aufs Meer
St. Raphael – vor uns der Strand.
Vater eilt von draußen her;
die Le Monde in der Hand.
Traurig blickt er – sorgenvoll -
und dabei ist Sonntag heut.
Was verursacht ihm jetzt Groll;
eben war er noch erfreut.
SONNTAG, 13. AUGUST ...
Schlagzeilen in fremder Sprache.
Fassungslos wird uns bewusst:
hochbrisant ist diese Lage.
Eine Mauer trennt Berlin
von nun an in Ost und West.
Zeit für uns, nachhaus zu ziehn.
Nichts und niemand hält uns fest.
Mutter ist so fern von hier.
Unbehagen füllt den Raum;
Bangen treibt uns heim zu ihr.
Côte d´Azur – nun aus der Traum.
Wie mag es den Menschen gehen,
die dem Schicksal über Nacht
machtlos gegenüber stehen -
mund- und seelentot gemacht.
Ach, bin ich im Herzen froh,
diesseits dieser kalten Mauer
und nicht östlich anderswo
leben müssen auf die Dauer.
Foto und Worte (C) Ingrid Bezold
© Ingrid Bezold
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4 Kommentare
ja, der Krieg war eine schlimme Zeit. Auch ich habe in einer Kiste den Briefwechsel meines Vaters mit seinen Brüdern und Kameraden aufbewahrt. Keiner wusste, ob die Verwandten und Freunde noch lebten und wo.
Bis zum Ukraine- Krieg fühlte sich unsere und die nachfolgenden Generationen so sicher und keiner dachte, dass es ganz anders kommt.
Ich danke dir fürs Mitgehen und das Herzchen.
Liebe Grüße
Ingrid
Es gibt viele traurige Momente im Leben, die wir nicht vergessen können. Einen sonnigen Montag wünscht dir Gudrun
Es gibt Momente im Leben, die man nie vergisst.
Nachrichten, als J.F. Kennedy ermordet wurde.....mein Onkel kam von weither zu Besuch und im Radio zeitgleich die Meldung.
Liebe Grüße und vielen Dank
Ingrid
Lb. G.
G.