15. Februar 2020

PLAGIAT

PLAGIAT

*Plagiat?*

Jeder kennt es, der gern schreibt:

Egal, wie lang man sitzen bleibt,

das Papier ist weiß und leer,

oder gibt noch nicht viel her.

Es vergehen Stunden, Tage,

das Warten wird zur echten Plage.

Lass Inspiration vermissen,

die Muse will einen nicht küssen.

Man wünscht, die Zeit zu überspringen,

dies könnte dann die Lösung bringen:

Ich muss nur in die Zukunft schauen

und auf mein eigenes Können bauen.

Fällt als Dichter mir nichts ein

schau ich in die Jahre rein,

was ich dort geschrieben hab

und kupfer von mir selber ab.

Sehe mich selbst am Laptop sitzen

und über meinen Werken schwitzen

tüfteln und an Worten feilen,

umzuschreiben viele Zeilen.

Bis es flutscht und endlich passt.

Mehrmals mach ich dabei Rast,

denn an Zeit hätt ich genug.

Dennoch wäre es Betrug…

Auch an mir selber,  denn ich wär

sicher nicht derselbe mehr,

hätt ich die Schreibblockaden nicht

oder  Missfallen am Gedicht.

So bin ich froh,  dass das nicht geht

und die Zeit nun mal nicht steht

oder beeinflusst werden kann.

Schreib als ein ehrenwerter Mann!

          (DerPoet  05/19)



Bild: Pixabay

© Chris Peter

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Chris Peter

Graz, Österreich

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Chris Peter (aka *DerPoet*)

geb. 1965 im steirischen Feldbach, lebt in der Nähe von Graz (Österreich…

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5 Kommentare

Gudrun Nagel-Wiemer
Gudrun Nagel-Wiemer Dichterlegende
08.09.2025
Hallo Chris Peter, habe dieses wunderschöne Gedicht von dir entdeckt und musste sofort aufs Herzchen drücken.
Gern mehr davon. Gruß, Gudrun
Chris Peter
Antwort an Gudrun Nagel-Wiemer
Chris Peter Autor
09.09.2025
Vielen lieben Dank!
Christian
Christian Meisterdichter
15.02.2020
Ist das ein Hammerding oder nicht?
Schönen Abend für Dich.
Christian
Christian
Christian Meisterdichter
15.02.2020
Hallo wenn du Zeit hast dann lies doch bitte mal das Gedicht
" Das Originalgenie" von Karl Kraus.
Sonnige Grüsse
Christian
Chris Peter
Antwort an Christian
Chris Peter Autor
15.02.2020
Nie nahm er etwas aus zweiter Hand

und hielt sich bloß an die Originale,

und wo er nur etwas Gutes fand,

dort stahl er es stets zum ersten Male.



Als Knabe, sagt man, war weltvergessen

versunken er gern im Waldesweben.

Da sei er oft an der Quelle gesessen,

und habe sie niemals angegeben.

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