Meine Zeit
Die Zeit rast mir sturmgleich voraus,
als hätte sie viel zu verlieren.
Plan B liegt stets bei mir zuhaus,
um eiligst zu improvisieren.
Doch heute, als die Turmuhr schlug,
hielt ich kurz inne und blieb stehn.
Mein Funktionier´n war Selbstbetrug,
das musste ich mir eingestehn.
Menschengedränge dicht bei mir.
Ich wich zur Seite ins Cafe´ ,
und blieb dort sitzen bis nach Vier…
Zwei Stunden später starb Plan B.
*
Die Zeit, ich lass sie weiter eilen,
doch lauf ich nicht mehr hinterher.
Ein Buch, ein Platz, dort zu verweilen …
Mein Gott, was will ich denn noch mehr.
*
06/25
Text und Foto (C) Ingrid Bezold
© Ingrid Bezold
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6 Kommentare
ja das musst du tatsächlich, dich schonen, bitte darum! Übertreibe es nur ja nicht, auch das Schreiben am Computer mit dem bläulichen Licht geht so sehr auf die Augen, auch wenn man einen Plan B hat, selbst ungeschminkt ;-))
Gerne hineingespürt in deine Zeilen, was geht schon über ein gutes Buch wobei ich derzeit Campari/Orange bevorzuge mit gaaanz viel Eiswürfel!
Liebe Grüße,
Uschi
danke für deine Ermahnung, die tatsächlich angebracht ist. Ich bin schon Auto gefahren und hab zuviel gelesen, geschrieben. Nun bessere ich mich.
Ich trinke zurzeit gerne einen Wildberry m. Lillet und Beeren. Auch Campari/ Orange...und ich verschlinge Bücher von oder über Dorothy Parker, eine tolle Frau, die in den 1920/30ern die Gesellschaft in New York aufgemischt hat.
Liebe Grüße
Ingrid
Lange genug hab ich funktioniert und das Alter hat eben auch große Vorteile; man muss gar nichts mehr.
Liebe Grüße
Ingrid
Ich lese z.Zt. dieses TB und kann nicht aufhören, obwohl ich es sollte; denn die OP liegt erst kurz hinter mir. Ich hab auch übertrieben und muss nun endlich die Augen besser schonen.
Das Uhrenmotiv kennst du sicher: ich hab es in Düsseldorf geknipst.
Danke und liebe Grüße
Ingrid
Lb. Gr.
G.