8. Januar 2021

Herzschmerz

Herzschmerz

Er hatte Glück und Erfolg im Leben,
"Vorwärtskommen" war sein Bestreben,
er war von neuen Ideen begeistert
und hat sein Leben stets gemeistert.

In der Buisness-Welt kennt er sich aus,
doch kommt er abends spät nach Haus,
fühlt er sich ausgebrannt und leer.
Die Einsamkeit erträgt er schwer.

Den Kopf gesenkt, streift er durchs Haus,
privat sieht es nicht rosig aus.
Nach der Liebe seines Lebens,
suchte er bisher vergebens.

Er schlägt die Tageszeitung auf,
Annoncen gibt es hier zu Hauf.
Für ihn war nie etwas dabei.
Heute interessieren ihn gleich zwei.

Beherzt greift er zum Briefpapier,
verlässt sich ganz auf sein Gespür,
Worte fließen wie von allein.
Es stellt sich wieder Hoffnung ein.

Die Damen mit der Chiffre-Nummer,
holen ihn raus, aus seinem Kummer.
Vielleicht trägt eine dieser Damen,
irgendwann mal seinen Namen.

© Gudrun Nagel-Wiemer

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Gudrun Nagel-Wiemer Allgemein über die Hoffnung 3 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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Gudrun Nagel-Wiemer

Deutschland

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3 Kommentare

pally66
pally66 Poet Laureat
08.01.2021
Hallo Gudrun, im Moment könnte das vielleicht ein guter Weg bei der Partnersuche sein. denn sowohl im letzten als auch in diesem Jahr wird es wohl kaum Gelegenheiten geben, den oder die Richtige zu finden. Aber ein Zeitungsinserat kann ja auch das große Glück bringen! Gut, das wir dieses Problem nicht mehr haben :) ! Liebe Grüße in den Abend, Helga
Gudrun Nagel-Wiemer
Antwort an pally66
16.10.2025
Liebe Helga, durch Zufall bin ich auf dieses Gedicht gestoßen und habe deinen Kommentar dazu gelesen. Wie sich die Zeit doch geändert hat inzwischen… Danke fürs Mitgehen,
Gudrun
Gudrun Nagel-Wiemer
Gudrun Nagel-Wiemer Autor Dichterlegende
08.01.2021
Liebe Hanni, bei den neuen Covid-Auflagen, wird es wohl viele einsame Herzen geben, die nicht zueinander finden können. Man kann kaum noch hinaus um jemanden zu treffen und näher kommen kann man sich schon gar nicht. Wie gut, dass wir nicht suchen müssen. Bleib gesund und kreativ. Danke für Herzchen und Kommentar. LG Gudrun

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