Die Schönheit unserer Sprache in Versen
Tag der deutschen Sprache
Man darf jetzt wieder Freunde sehen
und mit ihnen essen gehen.
Darauf haben wir uns gefreut,
darum machen wir das heut´.
Rasch fiel somit unsere Wahl
auf ein italienisches Lokal.
Auf geht’s, es wird nicht lang geschnackt
und der Mundschutz eingepackt.
Als wir Vier dann Platz genommen,
ist der Wirt zu uns gekommen.
Wir mussten gar nicht lange warten
und bekamen unsere Speisekarten.
Nach der Auswahl unserer Speisen,
ließ Walter seine Blicke kreisen.
Der gute Mann hielt es nicht aus,
und holte gleich das Handy raus.
Kein Wort zu uns, ganz nebenbei,
schaltet er sein Smartphone frei.
Wie ich es von gegenüber seh´,
leuchte auch schon das Display.
„ Nur mal kurz Nachrichten checken,
dann werde ichs in die Tasche stecken.“
Ich bin entsetzt und kanns nicht fassen.
Kann er das Ding nicht stecken lassen?
Walter denkt nicht dran es auszuschalten
und möchte sich nicht unterhalten.
Er muss noch schnell WhatsApps verschicken.
Ich strafe ihn mit bösen Blicken.
„So nah und doch so fern" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 6. Juni 2020 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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3 Kommentare
Ich sollte es mir zur Angewohnheit machen, meine Kommentare vor dem Abschicken noch einmal zu lesen. Habe gerade bemerkt, dass viele Tippfehler in der vorherigen Antwort sind. Sorry....