Gedichte Träume & Gedanken



Wenn tiefe Stille beinahe in sich selbst verrinnt



Dort wo der Abend still und leis herniederkommt,

wo nur der Mond von Federwolken dabei zart umkränzt.

Im Ewigweit der Emotionen still gefangen,

wenn flackernd Schattenlicht im Licht der Schatten,

bei all der Nacht flüsternd dir Einsamkeit nun reflektiert.

 

In tiefer Stille, die beinahe in sich selbst verrinnt

und Tränentropfen nahezu selbst am Verglühn

bis sie am Grund der Seele letztlich aufgeschlagen,

so kristallin wie Gläserklang in tristen Tagen.

Verborgen dabei das, was uns so sehr berührt.

 

Im Spinngewölb der Wehmut ist es leicht sich zu verstricken,

denn ebenso wie auch die Zeit, sind sie behaftet.

Mit all den Kleinigkeiten, die in alten Uhren ticken,

im Niederschlag Gedankenunruh oftmals uns entwaffnet.

Bis wir im Einerlei dann nurmehr Gleichmut selbst verspürt.

 

So trockne niemals vorschnell dir die Tränen,

wenn du nicht weißt, wofür sie dir gereicht.

Erkenntnis dessen, wonach ewig lang wir sehnen.

Selbst wenn die Wehmut uns nur langsam weicht ~

In tiefer Stille, die beinahe in sich selbst verrinnt...

© Uschi Rischanek

Text/Bild/Rezitation
Music: LiteSaturation

Gelesen: 132   
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AUTOR:

Denkende Dichterin und dichtende Denkerin, leidenschaftliche Gärtnerin und Fotografin, der Lyrik verbunden, der Prosa verfallen. Eigene Texte, jedoch auch Texte lieber Poetenfreunde einzusprechen, sowie auf meinem YouTube Kanal auch Klassiker wie Hermann Hesse, Rainer Mara Rilke, Erich Fried, Eva Strittmatter, Mascha Kaléko um nur einige zu nennen... mehr als zum Hobby mittlerweile geworden.
An geistreichem Austausch stets interessiert freue ich mich auch hier wieder präsent zu sein!

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6 KOMMENTARE



08. September 2025 @ 09:53

Ich lasse es gerade noch einmal wirken, liebe Uschi, werde es sicher auch noch einmal lesen...
Es könnte auch von einem unserer großen Dichter sein, so schön die Umschreibungen der Gefühle. LG Gudrun


08. September 2025 @ 13:11

So danke ich auch dir liebe Gudrun, für dein Reflektieren. Hesse ebenso wie Rilke in letzter Zeit wieder intensiv gelesen und eingesprochen. Manchmal verleitet es ein kleinwenig, in deren Duktus zu fallen ;-))
Noch etwas im Schongang schicke ich liebe Grüße und wünsche einen kreativen Wochenstart!
Uschi


07. September 2025 @ 18:12

... Sorry liebe Uschi , ich habe ein bischen geweint, schäme mich auch nicht meiner Tränen.
Lb. Gr.
G.


07. September 2025 @ 20:02

...den Tränen braucht sich keiner wohl zu schämen, sind sie es nicht die uns Gefühl gebiert? Selbst wenn wir hoffend ab und an erwähnen, um aufzuschreiben, was uns das Herz manchmal diktiert...

Ein herzliches Dankeschön auch dir liebe Grete, ich freue mich, wenn es gefällt.
Liebe Grüße zu dir, Uschi


07. September 2025 @ 17:56

"Im Spinngewölb der Wehmut ist es leicht, sich zu verstricken."......wie poetisch hast du diese Realität in Worte verfasst. Chapeau, liebe Uschi.
Ein schwermütiges Gedicht mit passendem Foto.
Liebe Grüße
Ingrid


07. September 2025 @ 19:57

Herzensdank liebe Ingrid, gerade vom Schauen nach dem Unsichtbarmond zurück, wo sich der Himmel in tiefstes Abendrot verfärbte wie ganz selten noch zuvor. Der Mond jedoch war leider nicht zu sehen, nicht wegen der Finsternis an sich, sondern weil es in seiner Richtung einfach leider zu bewölkt war.

Die Wehmut treibt uns an manchmal liebe Ingrid, wenn es anders wäre, wäre es uns wohl kaum möglich, Gefühle in Worte zu fassen denke ich.

Ein herzliches Dankeschön, auch hier ein See aus meiner neuen Heimat wo man einfach ins Schwärmen kommen muss ob man will oder auch nicht...

Liebe Grüße in den Abend zu dir! Uschi



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