*Staubsaugerei*
I mog nun moi des Staubsaugn net;
do geht´s vüln gleich wie mia.
Wal wenn is selber möchten tät,
an Anfall krieg wie nia.
Des is da Grund - und der is triftig –
warum i a a Putzfrau hob,
beim Saugn, do wer i immer giftig.
Jo, des is gor ka Frog!
Drum los is andre mochen,
da hob i donn mei Ruah.
Gibt eh vü andre Sochen
und irgendwann is gnua!
Des Staubsaugen is net meins,
des tua i hoit net gern.
Verständnis hom d‘Leit keins
- i find des is zum Rean!
Doch in Grippe-Zeiten
muass i jetzt söba saugen,
do hüft ka umastreiten,
des tuat ma gor net taugen.
Vafluacht sei jedes Virus!
Die Putzfrau is daham
und i hob den Vadruß;
saug do so gonz allan.
Mir tät wos Anderes passen,
Fernschaun oder chillen.
Tät des echt gern lassen ,
denk i ma im Stillen.
Afoch den Staub vergessen
fänd i ehrlich nett.
Zerst wos Guades essen,
und donn ins worme Bett.
Auch am Balkon wärs sicher gscheiter ,
doch davon geht der Staub net weg
- egal, ich saug jetzt nimmer weiter
und stöll des Ding ins Eck.
Is eh umsunst, sovü is gwiss,
der Staub, der kommt eh wieder :
Es is nunmoi wias is,
drum loss is jetzt und leg mich nieder!
Danach geh i wos essen,
wal für die Leistung die ma bringt,
ists wirklich angemessen,
wen ma darauf a Bierchen trinkt!
Dabei hob is net eilig.
Und bliebt a bissl Schotter,
ich schwörs euch hoch und heilig
i kauf an Saug-Roboter!
DerPoet (05/20)
#Steirischer Dialekt
Bild: pixabay
© Chris Peter
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