Gedichte Träume & Gedanken



Gib immer schön Acht in der Vollmondsommernacht!

 
Feurig-rot flimmerte der Vollmond,
in einer lauwarmen Sommernacht,
er hatte teuflisches Treiben betont,
denn eine Werwölfin war erwacht.

Die Verwandlung begann wie immer,
lang-braune Haare wurden zur Mähne,
zu Fell-grauem Silberschimmer,
sie bekam ein Maul mit Reißzähne
und ihre Augen diesen Blutmond-Glimmer.

Ihr Kiefer schnellte förmlich nach vorn,
die Nüstern bewegten sich wie Segel,
Hände mutierten zu Pfoten, zu Lederhorn,
mit reißerisch-scharfen Wolfskrallennägel.

Schüttelnd wand sich nun Sarah Lynn,
spürte diese dämonisch-höllische Macht,
wandelte zur heulenden Werwölfin
und begrüßte die Vollmondsommernacht.

Heulte bellend, zum Mond, nach oben,
jener begann, flammend-blutig, zu röten,
bald würde der Kampf wieder toben,
denn Vampire wollten sie töten.

Aber Sarah konnte stets entkommen,
musste nur die Nacht besiegen,
morgens schien sie wie benommen
und sah sich erschöpft im Walde liegen.

An ihr klebte dann überall frisches Blut,
Erinnerungs-Szenen tauchten auf,
vom Kampf, mit dieser Vampir-Brut,
im Vollmondsommernachtsverlauf.

Sarah Lynn war einst eine holde Fürstin,
aus dem bewaldeten Nachbarland,
Draculas Freund erwählte sie zur Gattin,
doch sie verschmähte seine Hand.

Da bekam der Blutsauger Komplexe,
nahm ihre Abweisung nicht hin,
holte Babjuschka die Vampir-Hexe
und verfluchte sie zur Werwölfin.

Er liebte die Jagd auf Werwölfe,
alle Kreaturen, vor ihr, längst tot,
es waren genau deren Zwölfe,
nur Sarah, die 13. , brachte ihn in Not.

Denn sie war stark, wie keine bisher,
dämonisch wurde Sarah genannt,
ihre Angreifer verschonte sie nie mehr,
hier im sagenhaften Dracula-Land.

Die Vampire fand man alle zerfetzt,
Sarahs Vollmond half ihr dabei,
er hatte sie, auf ihren Schatten, gehetzt,
somit erlegte sie immer gleich zwei.

Doch heute wollte er selbst handeln,
Babjuschkas Kräfte waren gefragt,
musste ihn, in ein Vampir-Bär, verwandeln,
so ging er grollend-brummend zur Jagd.

Aber die fesche Werwölfin sah ihn,
lockte ihn zum Fluss an der Moorwiese,
auf die ein feuriger Vollmond schien,
und Sarahs tanzender Schatten,
verführte den gierigen Bärenriese.

Dieser nahm es mit ihm auf,
doch er wurde ins Nichts geschmissen,
da sprang die Werwölfin auf ihn drauf
und hatte sich in sein Genick verbissen.

Zähnefletschend schüttelte er vor Wut,
Sarah Lynn sollte zu Boden fallen,
doch sie zerfleischte die Vampir-Brut,
mit Sichel-scharfen Wolfskrallen.

Kaum war das Vampir-Monster erlegt,
stand Sarah engelsgleich im Lichterbogen,
ihr strahlender Körper wandelte bewegt
und der Werwolf-Fluch war aufgehoben.

Zu Gold transformierte der runde Mond,
sie betrachtete ihre Schönheit im Fluss,
ihr magischer Sieg wurde belohnt
und mit Sarah Lynn, als Werwölfin,
ist nun für immer Schluss.

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