Nachbars Katz´ lässt mich nicht schlafen,
man meint, sie möchte mich bestrafen.
Oft weint und jault sie wie ein Kind,
dass ich nachts keine Ruhe find.
Ich stehe wieder mal am Fenster,
denke gerade, ich seh Gespenster,
im Garten sehe ich im Dunkeln
zwei Punkte, die wie Jade funkeln.
Die Katze schleicht um das Vogelhaus
und hofft auf einen Gaumenschmaus.
Die Vögel, die sonst Körner picken,
lassen sich jetzt nicht mehr blicken.
Da kann das Kätzchen lange warten,
kein Vogel fliegt jetzt durch den Garten.
Vielleicht erwischt sie eine Maus
und nimmt sie mit zu sich nach Haus.
Vom Himmel schweben zarte Flocken,
ich mach´ mich wieder auf die Socken.
Im warmen Bett, in meiner Kammer,
höre ich noch leise das Gejammer.
Zeichnung: Gudrun Nagel-Wiemer
© Gudrun Nagel-Wiemer
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3 Kommentare
zu Deinem Katzenbild ist Dir ein schönes passendes Gedicht gelungen. Bei uns schleichen nachts auch verschiedene Katzen im Garten rum und jaulen direkt unter meinem Schlafzimmerfenster, wenn ich gerade beim einschlafen bin.
Vor lauter Schreck falle ich immer fast aus dem Bett.
Ich wünsch Dir ein wunderschönes Wochenende! Liebe Grüße Hanni