Sonstige Gedichte



Die Puppen tanzen lassen

Puppen haben dichte Haare,

schauen kokett durch Hochvitrinen.

Für die einen reine  Handelsware,

lieben and´re das Spiel der Mienen.

 

Ihr Lächeln, mal steif und aufgenäht,

die Augen leer, wie schwarze Steine.

Kaum Wind durch ihre Haare weht.

Puppen in Vielzahl, Puppen alleine.

 

Sie weinen, und sie sprechen nicht.

Ihr Leben scheint fern vom Computer.

Bewegen sich nicht, im Tageslicht.

Ein Mensch ist  resoluter.

 

Puppen geben Kindern Geborgenheit.

Angst und Traurigkeit fallen weg.

Sie spenden Trost und Sicherheit,

auf dem wackeligen Lebenssteg.

 

Aber:

 

Im Puppenhaus, um Mitternacht,

als alle Puppen aufgewacht,

hör´ ich sie lachen, seh´ sie sich drehn.

Nur wenige bleiben lustlos stehn.

 

Mit meinen Blicken will ich sie strafen,

danach bis in die Puppen nur schlafen.

 

(c) Olaf Lüken (29.08.2024)

 

Gelesen: 114   
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2 KOMMENTARE



30. August 2024 @ 09:47

Olaf, du hast die Puppen tanzen lassen. Meine Mutter hat Puppen geliebt und dänische Stoffpuppen hergestellt. Ein paar von ihren schönsten Exemplaren blicken gerade auf mich hinunter. Sie hatte ein Zimmer mit 70 sehr unterschiedlichen Exemplaren, hat sie benäht und bestrickt. Sie hat sie auch gern mal auf Ausstellungen präsentiert.
Jetzt hast du mich für Augenblicke in ihre Welt mitgenommen. LG Gudrun


31. August 2024 @ 10:57

Liebe Gudrun,
herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Deine Puppengeschichte gefällt mir sehr. Meinen Text dagegen, habe ich ein wenig abgeändert, weil er dem Sprachrhzythmus m.E. nicht ganz Folge geleistet hat. Herzliche Wochenendgrüße
Olaf



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