Sonstige Gedichte



Das verflixte siebte Jahr



Wir standen vor dem Traualtar,

liebten uns und sagten "„Ja"“.

Wollten uns auf Händen tragen,

in guten, wie in schlechten Tagen.

Wir versprachen uns einander zu respektieren

und nie die Achtung zu verlieren.

Wir wollten uns zur Seite stehen

und niemals auseinander gehen.

Doch dann war es plötzlich da,

"das verflixte siebte Jahr".

Unsere Ehe haben wir in sieben Jahren,

still schweigend an die Wand gefahren.

Betroffen fragt man sich irgendwann:

Wer war bei uns der Steuermann?

Die Achtung ist sehr schnell gewichen,

ein rauer Ton hat sich rasch eingeschlichen,

um Streitigkeiten abzufangen,

sind wir uns aus dem Weg gegangen.

Weil scharfe Worte oftmals kränken,

versuchten wir sie einzuschränken.

Vieles wurde nur noch gedacht

und mitgenommen in die Nacht.

Nie wurde die Seele aufgeräumt,

wir haben geschwiegen, - von Liebe geträumt.

Nach ein paar Jahren merkt man dann,

dass man so nicht leben kann.

Die rosa Wolken sind vorbei gezogen,

wir haben uns irgendwann verloren.

Nun gilt es einen Schnitt zu machen,

dann können wir endlich wieder lachen,

dann löst sich sicher auch der Frust

und man bekommt auf Neues Lust.

Stolpersteine gehören zum Lebenslauf,

ich ertrage sie und begehre nicht auf.

Schaue nach vorn und nicht mehr zurück,

irgendwo wartet ganz sicher das Glück.

Gelesen: 4781   
Autoren denen dieses Gedicht gefällt:

Teilen ausdrücklich erwünscht!

AUTOR:

Liebe Freunde der Poesie, Schreiben, Malen und Fotografieren sind drei meiner vielen Hobbys. In diesem Forum könnt ihr über 300 Gedichte von mir lesen. Ich schreibe über Geschehnisse im Alltag, über Urlaubserinnerungen und hoffe mit Denkanstößen aufrütteln zu können. Wenn ihr etwas tiefer in meine Welt eintauchen möchtet, besucht mich auf meiner Homepage.



Mit lieben Grüßen, Gudrun Nagel-Wiemer


ÄHNLICHE GEDICHTE





2 KOMMENTARE



08. Juni 2018 @ 19:25

Hallo Gudrun,
ich kann nicht aufhören mir dein Gedicht durchzulesen. Es hat diese etwas, was mich berührt und mich zum nachdenken bringt. Ich liebe deinen Schreibstil! Ich hoffe, dass ich noch viel von dir lernen kann.
Lg,
Anni :-)


06. Juni 2018 @ 18:55

Hallo, liebe Gudrun, Du hast den traurigen Zustand des Auseinanderlebens sehr gut in dichterische Worte gefaßt. Davon kann so mancher ein Lied singen, leider kommt und geht manchmal die Liebe! Viele liebe Grüße Hanni



SCHREIBE EINEN KOMMENTAR

mind. 20 Zeichen

Login

Noch keinen Account? Melde Dich hier an!
Passwort vergessen?

Meist Gelesene Gedichte

2704+
Ein Engel

2342+
Schön, dass es dich gibt

1960+
Weihnachten wie `s früher...

1618+
Zwei sind notwendig

1027+
Wahre Freunde

950+
Ein Wichtel-Gedicht

891+
Heute Nacht

849+
Ode an die Freundschaft

808+
Der Fliegenpilz

794+
Das verflixte siebte Jahr


- Gedichte Monat

7+
Magische Momente

2+
Land Tirol

2+
Hoch hinaus

2+
Ein Brief

2+
Blitzeis

2+
Wenn die Gedanken entflieh...

2+
Das Knöllchen

1+
Ein normaler Lebenslauf

1+
Im Alter schön sein

1+
Dicke Luft


- Gedichte Jahr

7+
Ein Morgenmuffel

7+
Reimen macht Spaß!

7+
Zerstörte Seele

6+
Keine Lust

6+
Einsamkeit

6+
Spiegelbild meiner Seele

5+
Vagabund der Straße

5+
Zwei schräge Vögel

5+
Mein Möwentraum

5+
Musik ist Magie


Neusten Kommentare

bei "Etwas Weihnachtstheorie"

bei "Etwas Weihnachtstheorie"

bei "das Recht, recht zu haben"

bei "Etwas Weihnachtstheorie"

bei "Etwas Weihnachtstheorie"

bei "Etwas Weihnachtstheorie"

bei "das Recht, recht zu haben"

bei "Schneespuren"


Herzlich Willkommen!











Zufallsgedichte




Luftballon Karneval Stimmung Körper Laune Keller Leidenschaft Licht Kummer Kerzen Libelle Länge Mops Landwirt Mond Moor Krebs Klima Lesen Kind Kröte Loslassen Kinderlachen Lachen Krank Leuchtturm Lied Kumpel Kinder Liebesengel Krieg Leben Lohn Laub Valentinstag Liebe Kirche Kinderheim Königin Kuss