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Wo Verse und Tore fallen

USA · Kanada · Mexiko · Juni–Juli 2026

23. März 2020

Teil 1 Unsichtbar

Ein Blick nach vorn, ein Blick zurück,
kein Mensch mehr da , der nahe rückt.
Die Strassen sind wie leergefegt,
weil ein Gespenst die Welt durchschwebt.
Man sieht es nicht, kann es nicht fassen,
streift Religionen, Länder, Rassen.
Wen es berührt, den macht es krank,
treibt diesen Spuk schon Wochen lang.

Doch die Nationen es verstehn,
man muss ihm aus dem Wege gehn.

Des Todes Schwingen nieder ringen,
will er von Mensch zu Mensch sich schwingen,
gelingt der Welt, steht sie vereint,
und wirklich jeder ist bereit,
zu schützen alle und sich selbst,
indem man großen Abstand hält.
Steht da der Freund, willst ihn umarmen,
heißt Nähe heute, Abstand wahren.

Heut darf man solidarisch sein,
sei solidarisch, bleib allein.

Es stärkt den unsichtbaren Geist ,
der alle in die Häuser treibt.
dass ihm die ganze Welt gehört,
möcht weiter schweben ungestört,
Doch das Gespenst hat ein Gesicht.
drum fügen sich die Menschen nicht,
sie handeln weise und gezielt,
bis das Gespenst die Macht verliert.

Das gute der Tragödie ist,
das dieser Stillstand heilsam ist,
Solang die Menschheit inne hält,
es unserer Umwelt sehr gefällt.
Die Luft so rein, die Städte still,
und auf den Strasse liegt kein Müll.

Der Mensch hat Zeit sich zu besinnen,
verzichten heißt, auch zu gewinnen.

tocoho
Berlin 2020

© tocoho

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tocoho Gesellschaftskritik 1 Kommentare

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1 Kommentar

Christian
Christian Meisterdichter
23.03.2020
Hervorragendes Gedicht.Du wirst immer besser,finde ich.
LG
Chris

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