Wenn die Männer älter werden,
häufen sich oft die Beschwerden.
Einst sportlich, immer fit und rege,
- heute eher bequem und träge.
Verdauungsprobleme, schwache Blase,
Tropfen hängen an der Nase,
und der stramme, feste Bauch,
verlässt sie jetzt im Alter auch.
So im Laufe ihrer Jahre,
verschwinden nicht nur ihre Haare,
außer ihrer vollen Mähne,
verlieren sie nun auch die Zähne.
Mahlzeiten werden zur Seniorenkost,
der rote Wein verspricht jetzt Trost,
selbiger schlägt auf den Magen,
die Säure kann er nicht vertragen.
Im Hals ein unangenehmes Kratzen,
beim Essen hört man oft ein Schmatzen,
zwischendurch ein Düftchen weht,
Geräusche, oft von früh bis spät.
Im Herzen jung, die Schritte schwer,
schauen sie den Damen hinterher.
Mit der Potenz geht’s stark bergab,
der „gute Freund“ macht sehr oft schlapp.
Versagt dann irgendwann der Lümmel,
kriegen sie einen Porsche-Fimmel,
treten dann noch mal aufs Gas
und haben dabei mächtig Spaß.
Weil sie sich im Alter einsam fühlen,
versuchen sie jetzt Golf zu spielen,
schleppen sich von Loch zu Loch,
spazieren gehen, - das geht ja noch.
„Wenn nichts mehr geht..." ist ein Gedicht aus der Kategorie Gesellschaftskritik von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 14. Juli 2023 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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LG
Ewald