18. Juli 2024

Eine verrückte Welt

Eine verrückte Welt

Großmutter ist in jungen Jahren,
schon sehr viel Unheil widerfahren.
Sie verdrängte diese schlimme Zeit,
- voller Schmerz und Traurigkeit.

Kriege und auch Hungersnot,
Aug´ in Auge mit dem Tod.
Krankheiten, wie Pest und Cholera,
brachten die Menschen in Gefahr.

Sie sprach mit mir, vor vielen Jahren,
oft über Kriegsleid und Gefahren.
Ihren einzigen Sohn, hat sie verloren,
er ist in Russland, im Krieg, erfroren.

Auch ihr Mann ist nicht unversehrt,
aus dem 2.Weltkrieg heimgekehrt,
- lange galt er als vermisst.
Zeiten, die man nicht vergisst.

Ich würde wirklich alles geben,
um sowas nie mehr zu erleben.
Doch überall, sind wir mal ehrlich,
brodelt es zurzeit gefährlich.

Für ein kleines Stückchen Land,
riskieren Politiker einen Flächenbrand.
Nachrichten mag ich nicht mehr hören,
es geht nur um "Aufrüsten und Zerstören".

Wann werden die Mächtigen mal klug?
Zerstört wurde wahrlich schon genug.
Zum Aufbauen brauchen sie wieder Geld.
Was für eine verrückte Welt...

„Eine verrückte Welt" ist ein Gedicht aus der Kategorie Gesellschaftskritik von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 18. Juli 2024 auf Gedichtesammlung.net.

© Gudrun Nagel-Wiemer

Sammlung 190 Aufrufe
Gefällt auch:
Gudrun Nagel-Wiemer Gesellschaftskritik 10 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
Teilen: Facebook X WhatsApp
Gudrun Nagel-Wiemer

Deutschland

Liebe Freunde der Poesie,
Schreiben, Malen und Fotografieren sind drei meiner vielen Hobbys. In diesem Forum könnt ihr über 1400 Gedichte von mir lesen. Ich schreibe über Geschehnisse im Alltag, üb…

Ähnliche Gedichte

ÄHNLICHE GEDICHTE

✍️
Schreibst du selbst Gedichte?

Veröffentliche deine eigenen Werke kostenlos und teile sie mit einer Gemeinschaft, die Poesie liebt — in nur wenigen Minuten.

Jetzt kostenlos veröffentlichen →

10 Kommentare

Gudrun Nagel-Wiemer
Gudrun Nagel-Wiemer Autor Dichterlegende
20.07.2024
Ralph, danke für das Herzchen unter meinen nachdenklichen Versen. LG Gudrun
Christiaan
Christiaan Meisterdichter
20.07.2024
Guten Morgen.
Gutes Gedicht aber-Krieg entsteht im Kopf eines Menschen,der Macht und Einfluss hat,sein Volk von seinem Vorhaben überzeugen kann,weil es dumm ist und den Schwanz einzieht.
Ist aber nur meine Meinung.
Schönes Wochenende
Gudrun Nagel-Wiemer
Antwort an Christiaan
20.07.2024
Guten Morgen, Christian, es gab schon immer Kriege, früher wurden sie auf dem Schlachtfeld ausgetragen, wenn es um Landgewinne ging, heute wird mit Bomben zerstört und vernichtet. Ein Menschenleben zählt nicht mehr..... Politiker mit krimineller Vergangenheit stehen zur Wahl, die über die Zukunft bestimmen und das Weltgeschehen beeinflussen. Eine traurige Entwicklung. Gruß, Gudrun
Christine Biermann
19.07.2024
Du sagst es, liebe Gudrun.
Kriege führen die Großmächte, nicht die Völker, die als Kanonenfutter dienen und sterben müssen. Klaus von Dohnanyi hat es so ähnlich formuliert: "Wenn Europa untergeht, klirrt in den USA keine Fensterscheibe."
Wenn er sich da mal nicht verschätzt! Diesmal droht eine weltweite Atomare Vernichtung, wenn es nicht endlich zu einer Lösung kommt.
Wir setzen auf Glaube, Liebe Hoffnung. All We Need Is Love.
Herzliche Wochenendgrüße, Christine.
Gudrun Nagel-Wiemer
Antwort an Christine Biermann
20.07.2024
Liebe Christine, auch ich hoffe auf eine friedliche Lösung. Danke für den nachdenklichen Kommentar und das Herzchen. Gruß, Gudrun
pally66
pally66 Poet Laureat
18.07.2024
Liebe Gudrun, bei aller Tragik die einmal herrschte und auch noch herrscht, kann ich dem Vorhergesagten nicht ganz zustimmen, da ich von meiner Mutter bzw. Oma etwas anderes gehört habe. Vor allen Dingen, was sie selbst betraf. Sie wurden zwar von Haus und Hof vertrieben, obwohl sie sich mit aller Macht gesträubt hatten, selbst als Ehemann und Vater vor ihren Augen erschossen wurde, aber den Frauen wurde kein Haar gekrümmt. Trotzdem bin ich dafür, dass dieses ewige Kriegführen ein Ende haben muss. Nur die Verantwortlichen kümmern sich gar nicht darum, sondern fördern das auch noch. LG Helga
Gudrun Nagel-Wiemer
Antwort an pally66
19.07.2024
Es freut mich für die Frauen in deiner Familie, dass sie verschont wurden. meine Großmutter konnte auch entkommen, hat aber von den furchtbaren Vergewaltigungen berichtet. Liebe Helga, hoffen wir, dass wir vor Krieg und anderen Gräueltaten verschont bleiben. Gruß, Gudrun
Gudrun Nagel-Wiemer
Gudrun Nagel-Wiemer Autor Dichterlegende
18.07.2024
Liebe Grete, danke fürs Lesen und das Herzchen. LG Gudrun
Ewald Patz
Ewald Patz Dichterlegende
18.07.2024
Gudrun den Einmarsch der Russen und die Vergewaltigung der
eignen Mutter habe ich miterlebt.Furchtbar.
LG
Ewald
Gudrun Nagel-Wiemer
Antwort an Ewald Patz
18.07.2024
Meine Großmutter ist aus dem Fenster gesprungen, als die Russen ins Haus kamen. Es war traurig, was die Frauen erleben mussten. LG Gudrun

Bitte melde dich an um zu kommentieren.

Anmelden
Login
Gedicht des Tages

Jeder braucht jemanden.... Jeder braucht mal jemanden, der mit ihm Seelenkummer teilt, die Hand auf seine legt, ihn trös…

Gedicht lesen
Aktiv in · Gesellschaftskritik