Ich schaue nach einem freien Tisch,
möchte nur kurz zu Abend essen.
Bei eins, zwei Gläschen Rotwein,
den öden Alltagsstress vergessen.
Du nimmst den Platz mir gegenüber,
schaust in die alte Speisekarte.
Ich riskiere einen kurzen Blick,
während ich auf den Kellner warte.
Mich faszinieren deine Augen,
- mag deine Grübchen im Gesicht.
Deine Haare glänzen golden,
wenn das Licht sich darin bricht.
Du hast muskulöse Arme.
Sieht stark nach Hanteltraining aus.
Interessant, wie du dich kleidest,
dein Hemd schaut aus der Hose raus.
Der Kellner bringt mir meinen Rotwein
und gießt mir auch ein Gläschen ein.
Vielleicht bist du sogar romantisch?
Dann könntest du der Jackpot sein.
Dein Handy reißt mich aus meinen Träumen.
So langsam sehe ich wieder klar.
Du grinst mich an und sprichst ganz leise:
"Hallo Schatz, ich bin gleich da."
© Gudrun Nagel-Wiemer
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13 Kommentare
Denn ich habe etwas ganz ähnliches geschrieben:
*Glücksgefühl*
Du bist in deinem Stammlokal,
was dann passiert, das glaubst du nie:
Stehst an der Bar rum, ganz normal,
trinkst grad dein Bier, da siehst du *Sie*.
Sie steht gerade gegenüber,
ihr schlanker Körper wiegt ganz leicht,
sie sieht dich an, winkt zu dir rüber,
ein Schauer deinen Nacken streicht.
Streckt ihre zarten Hände aus,
ihr Blick verlockt, wie er nur kann
saugt den Verstand dir gänzlich raus
und dem entgeht nun mal kein Mann.
Wirft neckisch leicht zurück ihr Haar
und formt mit runden roten Lippen
einen Kussmund und fürwahr -
dein Widerstand beginnt zu kippen.
Gehst einen Schritt zu ihr nach vor,
willst sie ganz von Nahem sehen.
Sie kommt und haucht dir zart ins Ohr,
und es ist um dich geschehen...
Greifst mit der Hand nach ihrem Busen,
du spürst ihr Knie an Deiner Hüfte
möchtest jetzt innig mit ihr schmusen
ergreifst und hebst sie in die Lüfte
und presst sie sanft an deine Brust.
umschließt mit den Händen ihre Taille.
Ringst schon nach Luft vor lauter Lust;
- die Zeit steht still für eine Weile.
Stehst da mit ihr in deinen Armen,
ihre Lippen knapp an deinen,
spürst ihren Atem schon, den warmen,
das Leben kann’s so schön oft meinen.
Du denkst, jetzt ist es bald soweit;
wanderst hoch an ihrem Rücken,
nun kommt auch mal für dich die Zeit.
Sie seufzt und stöhnt schon vor Entzücken.
Diese Figur ist ein Gedicht,
die Haut so straff, das Haar so fein,
so ebenmäßig ihr Gesicht,
ja fast zu schön, um wahr zu sein...
Ist es auch nicht, es ist ein Traum,
und ganz plötzlich ist er aus.
Liegst auf der Couch und glaubst es kaum:
Es knallt die Tür - Frau kommt nach Haus!
Der Alltag hat dich nun zurück.
Dein Lächeln wird beinah zur Plag
und du fragst mit treuem Blick:
Hallo Schatz, wie war dein Tag?
DerPoet (05/05)
Danke für die Unterhaltung und das schöne Gedicht.
Christian, schön, dass dir das Gedicht gefallen hat. Danke für deinen Kommentar.
Ihr neues Gedicht ist einfach genial.
Christian
Vielleicht haben sie gerade keine Beziehung oder schieben in einer Frust.
Dann wird aufgeknüpft die Bluse und ein wenig gezeigt die Brust.
Und mit ein wenig Geschick entfacht die Dame beim Mann gewisse Lust.
Sein Schatz wartet zwar schon zu Hause mit der gebratenen Entenbrust,
aber die Dame sieht so geil aus, also gibt er sich hin seiner Lust.
Das ist zwar alles nicht fair, denkt er sich ganz unbewusst.
Aber, was solls sagt er sich und begeht den Seitensprung dann ganz bewusst.
Ob ihn später das schlechte Gewissen plagt, hätte ich gern gewusst.
Oder die Frau mit der Entenbrust bekommt es mit und trennt sich aus Frust.
Aber so ist das halt alles, wenn kommt die große Lust.
Und du nicht mehr erkennst, dass du Grenzen setzen musst.
Liebe Grüße von Daniela