Trauer/Kummer/Schmerz



Im Schatten der Nadel

Dunkle Schwaden, ein stummes Heer,
ziehen übers Herz so schwer.
Ein Sturm im Innern, ohne Rast,
der dich in kalten Fesseln fasst.

Der Vater ruft – ein fernes Wort,
doch deine Seele treibt schon fort.
Die Tränen glänzen, fließen leis,
wie Wasser, das im Finstern reißt.

Dein Wesen verschwand im Nebelgrau,
ein Spiegelbild – dir selbst nicht treu.
Die Adern schwellen, flüstern stumm,
erzählen Märchen, bitter und krumm.

Valoron, Heroin – die mörderische Speis’,
sie nährt dich täglich, kalt und leis.
Und Zuneigung, die bei dir war,
verglüht im Rauch – nicht mehr gewahr.

Dein Selbstmitleid – ein schwarzer Chor,
verlorene Zeit treibt dich empor.
Kein Strahl, der deine Schatten bricht,
kein Morgen schenkt dir neues Licht.

Die Menschen wenden sich von dir,
du stehst im Abseits, ohne Wir.
Kein Paradies, kein mildes Grün,
nur Steine, die im Abgrund blüh’n.

Man nennt dich Schuld,
ein Name, schwer von kalter Huld.
Und wir, wir stehen machtlos da,
seh’n deine Flamme schwinden – nah.

Ein Atemzug, zu viel gedacht,
ein Wort, das fast den Morgen macht.
Doch Zweifel stirbt im gleichen Raum,
zerfällt zu Staub – ein letzter Traum.

Und wenn der letzte Vorhang fällt,
das Dunkel dich in Armen hält,
dann naht der Schuss, der golden glüht,
der dich in Schlaf für immer wiegt.

 

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