Meine Nachbarin hat einen Mann,
der im Grunde sehr viel kann,
doch leider nichts gebacken kriegt,
weil er nur auf dem Sofa liegt.
Bis mittags liegt er faul im Bett,
surft höchstens mal im Internet,
lässt sich das Essen dann servieren,
und geht danach erst mal spazieren.
Seit Monaten sitzt er zuhause,
erst Kurzarbeit, - dann Arbeitspause,
der Zwangsurlaub kommt ihm gelegen,
so viel Freizeit ist doch ein Segen.
Seine Ehefrau, die Anneliese,
kriegt gerade wieder mal die Krise.
Sie fühlt sich von ihm ausgenutzt,
weil er nicht einkauft, - oder putzt.
Entschlossen sagt sie: Jetzt ist Schluss!
Ich nehme nachher den Linienbus,
fahre in die nächste Stadt,
denn deine Faulheit hab´ ich satt!“
Am Nachmittag sitzt sie beim Friseur,
lässt sich verwöhnen, vom Masseur,
geht anschließend noch lecker essen,
um den Ärger zu vergessen.
Ihr Ehemann hat unterdessen,
aufgeräumt, gekocht, gegessen
und überlegt, was er noch machen kann.
Na endlich, geht doch! Mann, oh Mann.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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14 Kommentare
Ich finde der Mann ist ne arme Socke.
Schönen Abend noch
Christian
ein ganz lustiges Gedicht, obwohl das Thema für uns Frauen ziemlich traurig ist. Man muß sich als Frau viel mehr Freizeit gönnen und die Arbeit zu Hause gerecht verteilen. Das Gedicht hat aber ein gutes Ende!
Dir einen wunderschönen sonnigen Tag! Liebe Grüße Hanni
LG
Ewald
LG
Ewald
LG
Ewald
LG
Ewald
Ich finds geil.
Christian
Ich finde der Mann ist ne arme Socke.
Schönen Abend noch
Christian