Sonstige Gedichte



Das rote Kleid

 

Angestaubt,
vereinzelt kleine Löcher,
von Motten zerfressen,
die Farbe verblichen,
so hängt es in der
Schrankecke:
das rote Kleid!

Manchmal holt sie es hervor,
zieht es an,
mit den Jahren etwas
eng geworden,
sie zwängt sich hinein;
noch einmal den Zauber
der Jugendzeit erleben.

Sie steht vor dem Spiegel,
gedankenverloren,
Bilder unbeschwerter
Fröhlichkeit
schweben an ihrem
inneren Auge vorbei:

sie trug das Kleid
beim ersten Treffen
mit ihm,
beim gemeinsamen
Spaziergang
in lauer Sommernacht,
sie sieht sich beim Tanz
auf der Festwiese,
wie die rote Seide beim
Drehen wirbelte wie
ein Strudel........ ,
alles längst Vergangenheit,
v o r b e i .

Liebevoll streichelt
sie über den Stoff,
hängt es wieder
an seinen Platz,
schließt die Schranktür:

Vergangenheit sollst ruhen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gelesen: 116   
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AUTOR:

Schreiben ist schon lange eine Leidenschaft von mir. Inspiriert werde ich vor allem durch die Dinge des täglichen Lebens. Ich lese gern, vor allem dicke Romane, die im Mittelalter spielen. Im Fernsehen sehe ich gern Krimis. Ansonsten koche ich gern, besonders mediterran und orientalisch. Auch Gartenarbeit ist ein Hobby von mir. Tiere mag ich auch, besonders Hunde. Ehrenamtlich habe ich mal eine Kindergruppe geleitet. Gedichte und Literatur interessieren mich sehr.


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1 KOMMENTAR



12. Januar 2021 @ 09:52

Liebe Pally, so ein Kleid, das viele Erinnerungen birgt und was ich längst nicht mehr tragen kann, ruht auch in meinem Schrank. Der Tag der Anschaffung wäre schon eine Geschichte wert. LG Gudrun



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