Die Schönheit unserer Sprache in Versen

Tag der deutschen Sprache

8. Oktober 2009

Am Fenster

Ich sitze einsam am Fenster,
seh eine Nebelwand,
und Menschen fast wie Gespenster,
hastend am Straßenrand.

Plötzlich erkenn ich Gesichter,
nur einen Augenblick,
sie strahlen heller als Lichter,
erschreckt zuck ich zurück.

Deutlich habe ich dich erkannt,
deine Augen, den Mund,
beides unverkennbar charmant,
so erfrischend, so rund.

Jetzt seh ich nur noch Konturen,
der Nebel spielt sein Spiel,
aus Menschen macht er Figuren,
verwischt deren Profil.

Ich sitze einsam am Fenster,
seh in die Nebelwand,
statt Menschen seh ich Gespenster,
bin ich noch bei Verstand ?

(c) Horst Rehmann

„Am Fenster" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gast, veröffentlicht am 8. Oktober 2009 auf Gedichtesammlung.net.

© Gast

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Gast

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