Frisches Grün und Blütenduft,
ein Maikäfer surrt durch die Luft.
Der Dickmops hat sich vorgenommen,
meiner Nähe zu entkommen.
Was hat der Waldmaikäfer hier zu suchen?,
er liebt doch Eichen oder Buchen.
Will er die Umgebung checken?
Hier gibt es einiges zu entdecken.
Früher haben wir ihn besungen,
im Mai ist oft das Lied erklungen:
Maikäfer flieg,
dein Vater ist im Krieg….
Wir haben heftig am Baum gerüttelt,
und die Käfer vom Blatt geschüttelt.
Die Krabbeltiere wurden ins Glas gesteckt
und mit Buchenblättern zugedeckt.
Wie wir die Geschwister neckten,
mit den possierlichen Insekten...
Solche Erinnerungen stimmen mich heiter.
Mein Frühlingsbote fliegt brummend weiter.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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15 Kommentare
Die Frauen von damals sind mir zu sado drauf .
Ach du
das war so in den 50er Jahren, da waren die Maikäfer eine Riesenplage. Da wurde vom Rathaus dazu aufgerufen, sie zu sammeln und abzugeben, um sie zu vernichten. Ich finde das auch verdammt widerlich, aber man wußte sich nicht anders zu helfen.
Herzliche Grüße Hanni
Lies mein neues Gedicht.
Das mit den Löchern im Deckel ist schon ein wenig sado.
Stelle mir gerade vor,ich kann nicht raus gehen und mir meine Frau stattdessen ein Fenster aufmacht.
ein nettes Gedicht! Auch ich finde Maikäfer wunderschön. Man sieht sie kaum mehr, aber ich kann mich an Zeiten erinnern, wo sie eine richtige Landplage waren und viele Bäume kahlgefressen haben. Wenn man genügend gesammelt hatte, konnte man sie zur Vernichtung abgeben und hat dafür eine Belohnung gekriegt, genauso wie die Kartoffelkäfer, die man auch kaum mehr sieht. Der Mensch ist leider immer zu gründlich, jetzt sind die Käfer fast ausgestorben. Schade eigentlich, sie waren auch eine wichtige Nahrung für Vögel.
Dir ein schönes Wochenende und bleib gesund! Liebe Grüße Hanni
Zu welcher war das?
Das klingt ja wie....widerlich!
Da drin fallen sie doch um.
Hatte ich doch Recht?
Chris