Die Schönheit unserer Sprache in Versen

Tag der deutschen Sprache

23. August 2018

Der Heiratsschwindler(Witwentröster)

Er war ein Traum von einem Mann,
Bildschön und seriös;
Wenn Frauen ihn von weitem sah`n,
Dann wurden sie nervös.

Er war so um die Fünfzig doch
Noch sportlich und agil-
War so ein Typ der irgendwie
Gleich jeder Frau gefiel.

Er plauderte stets sehr charmant,
So über Gott und Welt
Und unterhielt die Damen gut,
Doch wollte nur ihr Geld.

Er spielte meisterhaft Klavier-
Hat oft dazu gesungen-
Die Witwen auszunehmen ist
Ihm dadurch leicht gelungen.

Die größten Rosensträuße hat
Er ständig mitgebracht-
Mit Schmeicheleien sehr gekonnt
Sie willenlos gemacht.

Er führte sie zum Essen aus
Und stets in das Lokal,
Wo es das Allerbeste gab,
Das war ihm ganz egal.

Er wusste eines ganz genau,
Wenn man viel investiert,
Dann wird am Ende mindestens
Tausendfach abkassiert.

Er heuchelte, oft tränenreich,
Liebe und Leidenschaft,
Doch das dies seine Masche war,
Hat keine gleich gerafft.

Die Hochzeit wurde bald geplant
Und zwar im großen Stil,
Mit Hochzeitsreise um die Welt,
Jedoch das kostet viel.

Die Damen waren gut betucht
Und gaben ihm das Geld,
Für Traumhochzeit und hinterher
Die Reise um die Welt.

Nachdem das Geld geflossen war,
Flog auf der Lug und Trug-
Verschwunden war er über Nacht-
Aus Schaden wird man klug.

Jetzt ist er bei der Herzogin
Wohhaft in Portugal-
Versucht, erfolgreich wie bisher,
Das gleiche Spiel noch mal.

„Der Heiratsschwindler(Witwentröster)" ist ein Gedicht aus der Kategorie Gedichte über Hoffnung von Ewald Patz, veröffentlicht am 23. August 2018 auf Gedichtesammlung.net.

© Ewald Patz

Sammlung 68 Aufrufe
Gefällt auch:
Ewald Patz Gedichte über Hoffnung 4 Kommentare ~2 Min. Lesezeit
Teilen: Facebook X WhatsApp
Anzeige
Ewald Patz

Tanzen wir gleich Troubadouren zwischen Heiligen und Huren.
Nietzsche

Ähnliche Gedichte

ÄHNLICHE GEDICHTE

✍️
Schreibst du selbst Gedichte?

Veröffentliche deine eigenen Werke kostenlos und teile sie mit einer Gemeinschaft, die Poesie liebt — in nur wenigen Minuten.

Jetzt kostenlos veröffentlichen →

4 Kommentare

User gelöscht
25.08.2018
Und dann gibt es noch die Typen, die sich einen Adelstitel kaufen bzw. sich adoptieren lassen, damit sie sich als Prinz bezeichnen können. Denen würde ich auch so ein Gedicht verpassen. VG Wolfram
Gast
23.08.2018
Oha, ich bin zwar nicht hässlich und verglichen mit einer Bank sicher etwas leichter zu knacken (glaubt der Schurke!!!!!!!!), Nee Ewald, ich mag nette Männer, aber keine Schleimer. Aber danke für die Warnung - war gut gemeint. Schönen Abend noch.
Ewald Patz
Ewald Patz Autor Dichterlegende
23.08.2018
Bei uns in Bad Zwischenahn gab es wirklich so ein Talent. Der hat mich zu diesen Versen inspiriert.
Vorsicht Ingrid , auch du bist ein lohnendesOpfer.
LG
Ewald




Gast
23.08.2018
Hallo Ewald, vor einiger Zeit war mir auch mal jemand an den Fersen, der einer von Deinen beschriebenen Typen hätte sein können. Ich bin zwar nicht mehr jung, aber noch hellwach und glaube, ich könnte nicht darauf reinfallen. Außerdem wäre er der ver...…., weil ein Überfall auf die Bank lukrativer wäre, als auf mich.

Dein Gedicht ist super. LG Ingrid

Bitte melde dich an um zu kommentieren.

Anmelden
Login
Gedicht des Tages

Graf Felix lebte in New York City,sein adliger Nachname war Iti,dieser Graf stand oft vor einer Wand,die er grau und äus…

Gedicht lesen
Anzeige
Aktiv in · Gedichte über Hoffnung