Die Straßenbahn ist so rappelvoll,
dass ich keinen Sitzplatz find´.
In den meisten Gesichtern sehe ich Groll,
obwohl der Tag doch erst beginnt.
Jeder hat mit sich zu tun,
ist beschäftigt mit seinen Sorgen.
Ich würde so gern noch etwas ruhen,
und blinzle in den Morgen.
Da drängelst du dich durch die Bahn,
mit jugendlichem Elan.
Du streifst ganz sachte meinen Arm,
- ich halte den Atem an.
Ich bin hellwach und drehe mich um,
- du drückst den Halteknopf.
Ich bin irritiert, verwirrt und stumm.
Was spielt sich ab, in meinem Kopf?
Du hast mich nur ganz kurz berührt
und ein Feuerwerk entfacht.
Ich habe dich so intensiv gespürt.
und den ganzen Tag an dich gedacht.
Wie kann ich dich nur wiedersehen?
Gedanken drehen sich im Kreise.
Dieser Moment war einfach schön.
Auf eine ganz besondere Weise.
„Glücksmomente" ist ein Gedicht aus der Kategorie Gedichte über Glück von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 15. Oktober 2018 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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2 Kommentare
Schön geschrieben. LG eine neidische Ingrid