Glocken läuten zur Heiligen Nacht,
- er sitzt in seinem Kämmerlein.
Hat sich ein Fläschchen mitgebracht
und schenkt sich jetzt ein Gläschen ein.
Er tätschelt seinem Hund den Rücken,
der Rüde dankt ihm mit treuem Blick.
Möchte noch näher an ihn rücken,
doch Herrchen weicht ein Stück zurück.
Die Kerze auf dem kleinen Tisch,
sagt ihm, dass jetzt Weihnacht ist.
Die Tannenzweige duften frisch,
diesen Geruch hat er als Kind vermisst.
Bilder machen sich jetzt breit.
Seine Kindheit sah nicht rosig aus.
In seiner gesamten Jugendzeit,
gab es Gewalt im Elternhaus.
Weihnachten, das Fest der Liebe?
Er merkt, wie sich gerad´ Wut aufbaut.
Von seinem Vater gab es oft Hiebe
und Mutter hat immer weggeschaut.
Als Opfer wollte er nicht enden,
drum nahm er schon sehr früh reißaus.
Sein Leben musste sich rasch wenden.
Er suchte Zuflucht in diesem Haus.
Frau Bergmann hat ihn aufgenommen,
behandelt ihn, wie ihren Sohn.
Oft ist sie zu ihm raufgekommen,
- er vermisst sie heute schon.
Vielleicht sollte er mal nach ihr sehen,
in ihrer Wohnung ist es so still.
Er wird jetzt gleich mal runtergehen,
weil er ihr einmal danken will.
© Gudrun Nagel-Wiemer
Bitte melde dich an um zu kommentieren.
Anmelden
10 Kommentare
ein Gedicht, das zu Herzen geht. Zum Glück gibt es immer noch Menschen, die bereit sind, anderen zu helfen, obwohl es leider immer weniger davon gibt.
Schöne Weihnachtstage und liebe Grüße Hanni
Danke, dass du meine Gedichte mit einem Herz bedacht hast. Schicke dir liebe Weihnachtsgrüße, Gudrun
du drückst das Herzchen, das ist schön,
da möchte ich gern noch mehr von sehn.
Die Freude ist groß, gar keine Frage.
ich wünsche dir schöne Feiertage. LG
Vielen, vielen Dank den Frau Bergemanns an dieser Stelle und allen ein frohes Weihnachtsfest.
Das wünscht Euch Daniela
Nur schade,dass es nicht von mir ist.
Frohes Fest und guten Rutsch wünsche ich dir
Ewald
Bravo Gudrun!!
LG
Christian
Komischerweise bewegt es mich selbst, wenn ich es noch einmal lese. Vielleicht macht es Mut, etwas im Leben zu ändern. Frohe Weihnachten