Sonstige Gedichte



Noch eine kleine Weile

 

Die Mutter schaut zum Fenster raus
und ruft nach der Gerlinde,
es dunkelt schon, komm` jetzt nach Haus`,
und zwar ganz schnell, geschwinde,
die Kleine in ihr Spiel vertieft,
zeigt im Moment noch keine Eile,
entgegnet Mutter ganz gewieft:
noch eine kleine Weile!

Im Stadtpark gehen sie spazieren,
Aug` in Aug` und Hand in Hand,
auf lauschig Wegen sie flanieren,
knüpfen so das Liebesband,
Verliebte haben keine Eile,
auch wenn der Mond ruft schon zum Gehen,
lass` uns noch bleiben eine Weile,
flüstert sie ganz leis` und bleibt dann stehen.

Eilig rennt die Zeit dahin,
es gibt kein Spiel und auch kein Lieben,
ergab die Lebensfahrt bisher `nen Sinn,
oder sind Sorgenfalten nur geblieben?,
das junge Herz, es ist nun alt,
es spürt die kalten Pfeile,
Schlafes Bruder macht nicht halt,
man fleht ihn an: ach, wart` noch eine Weile!

Man fragt sich dann, was soll sie bringen,
diese einzig kleine Weile,
am Ende kann man nichts erzwingen,
weil alles hängt am losen Seile,
doch g`rad dies Winzig-Weilchen,
beflügelt kurz zu neuer Kraft,
sie ist das allerschönste Lebensteilchen,
was im Leben man geschafft.

Allen meinen Lesern und Kommentierern wünsche ich ein sonniges und entspanntes Osterfest und einen fleißigenOsterhasen!

 

 

 

 

 

Gelesen: 78   
Teilen ausdrücklich erwünscht!

AUTOR:

Schreiben ist schon lange eine Leidenschaft von mir. Inspiriert werde ich vor allem durch die Dinge des täglichen Lebens. Ich lese gern, vor allem dicke Romane, die im Mittelalter spielen. Im Fernsehen sehe ich gern Krimis. Ansonsten koche ich gern, besonders mediterran und orientalisch. Auch Gartenarbeit ist ein Hobby von mir. Tiere mag ich auch, besonders Hunde. Ehrenamtlich habe ich mal eine Kindergruppe geleitet. Gedichte und Literatur interessieren mich sehr.


ÄHNLICHE GEDICHTE





2 KOMMENTARE



20. April 2025 @ 08:17

Guten Morgen, liebe Helga, auch dir ein ruhiges und sonniges Osterfest. Dein Gedicht hat gut angefangen, Vers drei habe ich dann nicht mehr verstanden. LG Gudrun


22. April 2025 @ 22:02

Die dritte Strophe handelt vom Lebensende, an dem man noch um ein * kleines Weilchen Leben* bittet. Danke Dir, liebe Gudrun, für Deine Worte und schicke lG in Deine Nacht, Helga



SCHREIBE EINEN KOMMENTAR

mind. 20 Zeichen

Login

Noch keinen Account? Melde Dich hier an!
Passwort vergessen?

Meist Gelesene Gedichte

2948+
Das Versprechen

1724+
Frühling

1215+
Für eine schöne Frau

1027+
Grünkohl

900+
Nachbars Kirschen

815+
DER TRAUM

660+
FRAG MICH NICHT

659+
Wir Kinder vom Hof

615+
Winter

592+
VERÄNDERUNG


- Gedichte Monat

8+
Reimen macht Spaß!

6+
Teil 1 Unsichtbar

5+
Sehnsucht nach dem Frühli...

4+
Jeder Tag ist ein Geschenk

4+
Schokolade

4+
Volles Programm

4+
Die Kräuterhexe

4+
Teil 2 Alltags-Helden

4+
Eine schöne Zeit

4+
Das Leben ist so ungerecht


- Gedichte Jahr

5+
Im Herbst des Lebens

4+
Fiktionale Wahrheit

4+
Bahnhofsviertel

3+
Zeitvertreib

3+
Schweigen der Laternen

3+
Stille Genießer

2+
Frank Schöbel

2+
Vergängnis

2+
Die Mächtigen auf dieser ...

2+
Wolkenbänke


Neusten Kommentare

bei "Guten Morgen..."

bei "Guten Morgen..."

bei "Die Heimat der Poeten"

bei "Im neuen Glanz"

bei "NETTIGKEITEN"

bei "Sehnsucht übers Land"

bei "Leichtsinn"

bei "Das Spiel"


Herzlich Willkommen!











Zufallsgedichte




aufräumen Aufregung ? Arbeitstag Achterbahn Amerika Abend allein Alphabet Amor Alkohol Abnehmen Ausflug Abenteuer Augenblick August Arzt Aphorismus Advent Amsel Appetit Alte Antwort Abendlied Armut Album Alltag Affe Angst Allerheiligen Atmosphäre Achtung Aufklärung Abschied Arbeit Alleinsein Alter Annie Arbeitslos Alm