Die Schönheit unserer Sprache in Versen

Tag der deutschen Sprache

19. April 2025

Noch eine kleine Weile

Die Mutter schaut zum Fenster raus
und ruft nach der Gerlinde,
es dunkelt schon, komm` jetzt nach Haus`,
und zwar ganz schnell, geschwinde,
die Kleine in ihr Spiel vertieft,
zeigt im Moment noch keine Eile,
entgegnet Mutter ganz gewieft:
noch eine kleine Weile!

Im Stadtpark gehen sie spazieren,
Aug` in Aug` und Hand in Hand,
auf lauschig Wegen sie flanieren,
knüpfen so das Liebesband,
Verliebte haben keine Eile,
auch wenn der Mond ruft schon zum Gehen,
lass` uns noch bleiben eine Weile,
flüstert sie ganz leis` und bleibt dann stehen.

Eilig rennt die Zeit dahin,
es gibt kein Spiel und auch kein Lieben,
ergab die Lebensfahrt bisher `nen Sinn,
oder sind Sorgenfalten nur geblieben?,
das junge Herz, es ist nun alt,
es spürt die kalten Pfeile,
Schlafes Bruder macht nicht halt,
man fleht ihn an: ach, wart` noch eine Weile!

Man fragt sich dann, was soll sie bringen,
diese einzig kleine Weile,
am Ende kann man nichts erzwingen,
weil alles hängt am losen Seile,
doch g`rad dies Winzig-Weilchen,
beflügelt kurz zu neuer Kraft,
sie ist das allerschönste Lebensteilchen,
was im Leben man geschafft.

Allen meinen Lesern und Kommentierern wünsche ich ein sonniges und entspanntes Osterfest und einen fleißigenOsterhasen!

 

 

 

 

 

„Noch eine kleine Weile" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von pally66, veröffentlicht am 19. April 2025 auf Gedichtesammlung.net.

© pally66

Sammlung 75 Aufrufe
pally66 Sonstige Gedichte 2 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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pally66

Schreiben ist schon lange eine Leidenschaft von mir. Inspiriert werde ich vor allem durch die Dinge des täglichen Lebens. Ich lese gern, vor allem dicke Romane, die im Mittelalter spielen. Im Fernsehe…

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2 Kommentare

Gudrun Nagel-Wiemer
Gudrun Nagel-Wiemer Dichterlegende
20.04.2025
Guten Morgen, liebe Helga, auch dir ein ruhiges und sonniges Osterfest. Dein Gedicht hat gut angefangen, Vers drei habe ich dann nicht mehr verstanden. LG Gudrun
pally66
Antwort an Gudrun Nagel-Wiemer
pally66 Autor
22.04.2025
Die dritte Strophe handelt vom Lebensende, an dem man noch um ein * kleines Weilchen Leben* bittet. Danke Dir, liebe Gudrun, für Deine Worte und schicke lG in Deine Nacht, Helga

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