Worte, die bleiben

Zum stillen Gedenken

15. Mai 2009

Mein Freund

Deine Haut wird schon faltig,
auch die Gelenke knirschen,
läßt dich hängen, gewaltig,
gleichst schon faulenden Kirschen.

Du atmest so furchtbar schwer,
und deine Stimme vibriert,
dein Umfang wird immer mehr,
du ißt, bis du explodierst.

Steh auf, beweg deine Glieder,
lauf Kilometer im Wald,
machs täglich, wieder und wieder,
veränd`re deine Gestalt.

Mein Freund, es wird höchste Zeit,
bring deinen Körper auf Trab,
sei für Strapazen bereit,
sonst liegst du bald schon im Grab.

(c) Horst Rehmann

„Mein Freund" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gast, veröffentlicht am 15. Mai 2009 auf Gedichtesammlung.net.

© Gast

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Gast

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