Die Schönheit unserer Sprache in Versen

Tag der deutschen Sprache

27. August 2021

Das fremde Ei

Das fremde Ei

Im Hühnerstall gibt es Geschrei,
im Nest liegt heut´ ein fremdes Ei.
„Dies ist nicht mein Ei, klagt die Henne,
weil ich meine Eier kenne.

Es ist zu groß und viel zu fest,
und gehört nicht in mein Nest!
Ich habe es mir angesehen,
es ist nicht einmal halb so schön.“

Emma, aus dem Nachbarnest,
pickt es an und macht den Test.
Das Huhn pickt nun zum vierten Male,
und kommt nicht durch die harte Schale.

„Habe mir den Schnabel fast verbogen,
ich glaube, man hat dich betrogen.“
Die Hühner blicken traurig drein.
Ist die Bäuerin so gemein?

Jetzt brüstet sich auch Jonathan,
- der Hahn hat immer einen Plan.
„Das sieht nach einem Nestei aus,
kommt, wir schmeißen das Ei raus!“

Es fällt nach unten und zerspringt,
der Dotter über den Boden rinnt,
lautes Gegacker und Geschrei.
„Herrje, das war ein Gänse-Ei“

Text u. Aquarell: Gudrun Nagel-Wiemer

„Das fremde Ei" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 27. August 2021 auf Gedichtesammlung.net.

© Gudrun Nagel-Wiemer

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Gudrun Nagel-Wiemer

Deutschland

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3 Kommentare

pally66
pally66 Poet Laureat
27.08.2021
Liebe Gudrun, da wollte "Frau Gans" mal für sich arbeiten lassen! :) Niedlich geschrieben! Regengrüße auch von hier, Helga
Gudrun Nagel-Wiemer
Gudrun Nagel-Wiemer Autor Dichterlegende
27.08.2021
Ewald und Horst, danke fürs Herzchen. Ewald, wir hatten ein Huhn das Emma hieß, wer das Ei von Emma im Garten gefunden hat, durfte es essen. Euch ein schönes Wochenende. Hier regnet es, viel Zeit zum Malen, Schreiben und Lesen. Lieben Gruß, Gudrun
Ewald Patz
Ewald Patz Dichterlegende
27.08.2021
Gudrun das gefällt mir, ich habe als Kind in Ostpreußen auch schon Eier eingesammelt.
LG
Ewald

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